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    Montag, 1. Januar 2024, 5:05 Uhr
    Montag, 1. Januar 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 1. Januar 2024

    Tim Krause im Gespräch mit Matthias Burchardt, Karin Kneissl und Thomas-M. Seibert – Kontrafunk-Kommentar: Frank Wahlig
    • Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl ist Nahost-Expertin. Im Gespräch mit Tim Krause geht es um den Krieg in Israel und im Gaza-Streifen. Aus Anlass des Kant-Jahres 2024 sprechen wir mit dem Philosophen Matthias Burchardt über den Begriff der Aufklärung bei Immanuel Kant und den heutigen Zustand aufgeklärten Denkens. Der ehemalige Richter und Rechtsprofessor Thomas Seibert erläutert uns den Zustand des Rechtsstaates und berichtet über seine geheime Leidenschaft. Im Kommentar beschäftigt sich Kontrafunk-Hauptstadtkorrespondent Frank Wahlig mit dem deutschen Kanzler, der AfD und der politischen Großwetterlage.

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Karin Kneissl

      Der Nahostkonflikt

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Thomas-M. Seibert

      Geheime Leidenschaft: Malen

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Matthias Burchardt

      Quo vadis, Aufklärung? Zum Kant-Jahr 2024

    • Kontrafunk-Kommentar von Frank Wahlig

      Und wie weiter? Prost Neujahr, oder so …

      Sie sind nervös wie Kinder vor dem Feuerwerk und dem ersten Gläschen Eierlikör. Jeder, der sich wahrer Demokrat nennt, möchte noch einmal in die großen Blätter. Ideologischer Wortmüll zum neuen Jahr. Offenbar hatten die Redakteure zwischen den Jahren frei. Die Volontäre schienen die Macht übernommen zu haben. In der FAZ, der Vornehmen aus Frankfurt, fand sich die Überschrift „Wetterdienst warnt vor Gefahr durch Ertrinken“. Noch einmal zum Mitdenken: Die Gefahr geht von den Ertrunkenen aus. Verheddern die sich in den Schiffsschrauben? Können die Anker nicht gelichtet werden, weil Ertrunkene sich daran festhalten? Die FAZ-Notstandsredaktion. Volontäre allein zu Hause. Der Kanzler schaut sich die Hochwassergebiete im Norden an. Der Respektkanzler als Kümmerer. Das soll die Botschaft sein, den Rest erklärte er in seiner Silvesteransprache. Die Rede klingt wie die vom letzten Jahr und wird in einem Jahr noch einmal gehalten werden.

      In den Interviews zum neuen Jahr brilliert die Sozialdemokratie. Halb-SPD-Chef Klingbeil erklärt die Funktionäre der AfD zu Rechtsradikalen. Bei deren Wählern sei er aber bereit, eine Ausnahme zu machen, wenn die in den Schoß der Mutter SPD zurückkämen. Saskia Esken, als Frau gelesener zweiter Teil der SPD-Spitze, gibt sich radikal. Die Union spreche die Sprache der AfD. Im Chor mit der AfD gegen die Regierung. Für Esken eine Frechheit. Für andere selbstverständliche Aufgabe der Opposition und, nebenbei bemerkt, auch Aufgabe der Presse. Der Genosse Innenminister aus Thüringen wünscht sich eine Verfassungsänderung, damit es zu keinem AfD-Ministerpräsidenten komme. So klingt es, wenn man fürchtet, seinen Posten zu verlieren. Da sieht sich einer als Ertrunkener, bevor das erste Schlückchen die Kehle benetzt. Vielleicht war besagter FAZ-Redakteur männlich, weiblich, divers, kassandrahaft klug mit der Überschrift, die Gefahr gehe von den Ertrunkenen aus – oder solchen, die sich dafür halten.

      Der Verfassungsschutz hat AfD-Landesverbände auf die Böse-Jungens-Liste gesetzt. Hätte der Verfassungsschutz bei den Parteitagen von SPD und Grünen zugehört, hätte er weitere Akten anlegen müssen. Die Jugendverbände von SPD und Grünen sind geistig in der Räterepublik angekommen. Ihre Jungfunktionäre nicht sehr bewandert, aber so was von radikal. Nur nicht so schnell wie Windhunde, dafür stahlhart in der Haltung. Die Union geht mit der Aussicht, Kanzler zu werden, ins neue Jahr. Die SPD hat sich beim wichtigen Thema illegale Migration/Massenzuwanderung hilflos radikalisiert. Die Innenministerin sieht Erfolge, wo doch nur offene Grenzen sind. Die Ampel will der Welt zeigen, was Humanismus ist, und zerstört das Land, die Kultur, die Sicherheit, den Zusammenhalt. Die Innenministerin redet von Rechtsstaat und zermürbt ihn dabei. Tausende Frauen wurden Opfer sexueller migrantischer Gewalt, Migranten tragen ihre heimatlichen Konflikte öffentlich auf deutschen Straßen und Plätzen aus, Millionen werden als Flüchtlinge bezeichnet – und sind es nicht. Milliarden werden dafür sinnlos ausgegeben. Es sind nicht die Bürger, die „Willkommen“ rufen, es sind die Funktionäre und Profiteure in Parteien und Institutionen von Rot und Grün, die den Bürgern Willkommenskultur verordnen. Muslime rollen ihre Gebetsteppiche vor dem Brandenburger Tor aus. Die Polizei schaut zu, und die Politik schaut weg.

      Es ist müßig, über die Weltfremdheit dieser ideologisch verbohrten Regierung zu klagen. Die Ampel wird weiter das Land bearbeiten und den Bürgern Mores lehren. Im Ausland heißt es, Deutschland werde von Hippies regiert. Das ist nicht richtig. Scholz und Konsorten wissen sehr wohl, was sie tun. Rot-grüne Abrissbirnen bei der Arbeit. Nur wenn diese Ampel weitermacht, kann es anders werden. Neuwahlen jetzt – das brächte Schwarz-Grün oder eben Schwarz-Rot. Auch wenn noch so viele AfD-Wähler zu SPD oder Grünen kämen, die Politik dieser Parteien würde sich nicht ändern. Die Union ist nicht in der Lage, an eine Minderheitsregierung zu denken, die sich ihre Stimmen wegen ihrer guten Politik holt. Meinetwegen auch von denen, gegen die man brandmauert. Vielleicht findet sich noch ein Rest Eierlikör. Prosit Neujahr – auf die nächsten zwei Jahre.

    Kommentare
    Winnie Schneider
    Zum Gespräch mit Karin Kneissl als Nachtrag eine Einschätzung ihrerseits bei Flavio von Witzleben:
    „Ich hatte letzte Woche ein Interview mit einem Radiosender namens Kontrafung …“
    https://www.youtube.com/watch?v=ZLQHXkB1Wpg&t=1890s
    (am 7. Jänner 2024 aus dem Krankenhaus)

    Winnie Schneider
    ’tschuldig ung für den Tippfehler „fung“.
    Xaver Huber
    Wider Erwarten ist es Herrn Krause gelungen, den Hörgenuß seiner Sendungen nochmals zu erhöhen. Dies gelang durch Reduktion der Sprechgeschwind igkeit sowie damit einhergehend (noch) besserer Artikulation.
    Chapeau!

    Dendrobium
    Ich habe Fr. Kneissl mehrfach bereits gehört und schätze ihre fundierte Argumentation mit Zahlen und Fakten und immer auch zutiefst menschlich.
    Das Interview war umso interessanter, als man doch spürte, dass Herr Krause doch vielleicht eine andere Perspektive auf die Fragen hätte, aber durch die Gesprächsführung wurde ein offener Blick von mehreren Seiten ermöglicht in bestem Sinne für die Anregung konstruktiver wenngleich kontroverser Diskussion. Danke!

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    ja, eine faktenbasierte Analyse von Frau Kneissl. Ich habe sie zu ersten Mal gehört und stimme ihr voll zu.
    Xaver Huber
    Herrn "Dendrobium" Kommentar hinsichtlich Herrn Krauses Interviewführung ist vollumfänglich zuzustimmen. Danke
    fa
    Gut und überfällig, daß der kontrafunk nun endlich eine andere als Mainstreamstimm e zum Nahostkonflikt zu Wort kommen läßt. Mit Frau Kneissl deshalb eine gute Wahl, weil sie nicht nur als Politikein Insider war sondern auch weil sie dort gelebt hat. Die Art der Fragestellung war mehrmals suggestiv, aber Frau Kneisel hat das gut zurechtrücken können. Wie auch bei der Ukraine muß ein Neuling, der sich mit einer derart komplexen Materie befaßt, erstmal die Geschichte aufrollen, und zwar reicht es erstmal wenn man nur zurück bis zur Jahrhundertwend e vor dem ersten Weltkrieg geht. Das extrem unerträgliche Maß an krankhaft gewordener kollektiver Massengewaltver brechen gegen Unschuldige ist sonst nur allzu unverständlich. Als Pazifist steh ich voller Schmerz davor. Und ich möchte nicht als Mensch Zeuge davon werden, ohne zumindest meine kategorische ABLEHNUNG ausgedrückt und in den Äther geschickt zu haben.
    Kantapperkantapper
    Herrn Professor Thomas Seibert kann man fast gar nicht genug zuhören.

    Wahligs Worte mal wieder eine genial geworfene Bombe, die mitten im Idiotendenk explodiert.

    Platoteles
    Frau Kneissls Kommentierungen sind historisch extrem dürftig, vollständig einseitig und insgesamt kaum erträglich. Relativierungen der "Palästinenser"- und Hamas-Positionen triefen an allen Ecken und Enden aus der Frau heraus. Eine absolut unterirdische Interviewführung verstärkt das Ganze auch noch. Die offene Antisemitin Kneissl als Nahostexpertin zu präsentieren, ist des Kontrafunks absolut nicht würdig!!
    Siglinde L.
    Das habe ich genauso empfunden und freue mich, dass inzwischen doch auch einige kritische Stimmen zu den Äußerungen von Frau Kneissl gekommen sind. Was z. B. die Unannehmlichkei ten für die palästinensisc he Bevölkerung in Israel betrifft, so wurde die Mauer ja nicht aus Gründen der Schikane gebaut, sondern zum Schutz aufgrund der terroristischen Bedrohung der Bevölkerung im Alltag. Wenn das Leben für diesen Bevölkerungsan teil so furchtbar ist, warum ist man dann nicht schon längst z. B. nach Gaza übergesiede lt. Die Ausführungen von Frau Kneissl waren in der Regel sehr weit ausschweifend, beantworteten längst nicht immer die Fragen, zeigten aber eindeutig ihre anti-israelische und keinesfalls neutrale Einstellung.
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    Moin, ich widerspreche Ihnen. Frau Kneissl hat korrekt berichtet. Haben Sie in Israel studiert? Haben Sie längere Zeit, wenn ja wielange, in den Ländern gelebt, von denen Frau Kneissl berichtet?
    germainer
    Ein Kommentar zu einem Kommentar des (Wunsch-)Kommentators.
    Apropos. Von dem Wunsch, daß es besser ist, wenn die Ampel weitermacht und
    nicht regiert, liest man in diesen Tagen auf allen Kanälen. Ich kann mich durchaus
    mit einer solchen "Erkenntnis" anfreunden, denn vergessen wir doch eines nicht,
    die Kunst des Regierens gehört mit zu den hochgeschätztesten Sondervermögen,
    die Götter zu vergeben haben. Nicht umsonst werden in dieser Causa Einsteiger
    zwar als eine Übergangslösung betrachtet, denen man aber konsequenterwei se
    hundert Tage Kulanz "gewähren" sollte. Zugegeben, bei diesem Zeitmaß hatte
    man ursprünglich wohl eher an helle Geister gedacht, aber auch die schwereren
    Kapees sind doch letztlich nur Menschen, und da sollten wir unbedingt zu etwas
    mehr Kondolenz bereit sein ... äh ... natürlich Konzilianz. Das ist nichts weniger
    als eine Frage der Fairness. Also, was mich betrifft, und um die losen Gedanken
    endlich wieder an unser Ausgangsthema anzudoggen: ich bin da durchaus sehr
    optimistisch und fest davon überzeugt, daß die uns letzlich doch noch schaffen.




    Reinerer
    Guter scharfsinniger Kommentar von Herrn Wahlig.
    Buchfunk
    Das Geschwafel über Aufklärung hat mit Aufklärung wenig zu tun. Besonders unangenehm: es ist linkes Geschwafel. Kein Wort darüber, dass wir volens nolens dazu verurteilt sind, uns auf Experten zu verlassen. Das war schon immer so für den Homo sapiens, und in der Epoche der Hyperspezialisi erung ist es so erst recht. Ohne sich dessen bewusst zu sein, wird das Wort "Widerstandspote ntial", von dem die Rede war, zur Quelle chaotischen Unsinns. Aufklärung ist im besten Fall die Fähigkeit, sich des Verstandes seriöser Experten zu bedienen. Und das Individuum, dem Kant zurief "sapere aude!" ist dann aufgeklärt, wenn es weiß, woran es erkennen kann, dass ein Experte ehrlich und seriös ist und etwas von seinem Fachbereich versteht. Entzaubern darf nur der, der gleichzeitig bezaubern kann. Der Kontrafunk war vor einem Jahr besser. Ich habe den Eindruck, Ihr seid alle erschöpft.
    Jacorakel
    Ich habe den Eindruck Sie sollten sich ein anderes Forum suchen, das Ihnen genügen könnte. Wie sähe es mit Wikipedia als Gatekeeper aus?
    venabili
    Jehosaphat, Buchfunk! Auch im Neuen Jahr so grantig unterwegs? Das wird kein gutes Ende nehmen... Aber im Ernst. "Aufklärung" soll die Fähigkeit des Verstandes sein, sich seriöser Experten zu bedienen? Das nenne ich mal chaotischen Unsinn.
    Sie sollten sich Kraft Ihres Verstandes nicht nur in jeden Fachbereich einarbeiten können, um die Qualifikation eines Urteils einschätzen zu können; fachliche Expertise ist der kleinste Anteil am Expertentum. Verstandesfähigkeiten sollen zuerst und zuvörderst erlauben, die Urteilsfähigkeit auf sich selbst zu trainieren. Intellektuelle Redlichkeit ist hier das Stichwort; die reine Lauterkeit der Absicht garantieren. Mit solch kantischer Grundhaltung würde ein Experte sich vermutlich in 99% der Fälle gar nicht äussern, weil er (und auch sie) die manipulierenden Fragesteller und Fragestellungen erkennte. Frohes Neues Jahr- auch wenn früher alles besser war...

    eisenherz
    Frau Karin Kneissl, Israel und der Gaza-Streifen, dazu der Philosoph Matthias Burchardt zu Kant, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

    Zufall oder geschickt zusammengestell t, das hat gepasst. Gepasst wie uns Frau Kneisel geholfen hat, mit dem eignen Verstand anders, neu über Israel und die Palästinenser in dieser Region nachzudenken. Zu wissen was vor der ausgebrochene Gewalt in diesem Raum alles passiert ist. Aber auch gut zu erfahren, was auch in den anderen Ländern im Nahen Osten als fürchterlich e Gewalt immer wieder in Erscheinung tritt, von Psychopathen verursacht. Solche Gewaltexzesse, die dem zwischen Israel und seien Gegner in nichts nachstehen.

    Im Sinne von Kant, sich seines eignen Verstandes zu bedienen, von der schönsten Seite.
    Danke dafür dem Kontrapunkt und alles Gute im Neuen Jahr.

    Knul Pix
    Die Gräuelpropaga nda der Israelis ohne zu Hinterfragen als Argument anzuführen, wirkt nicht wirklich journalistisch seriös.
    Madame
    Lieber Herr Wahlig, "Language Tool" ist sehr nützlich. Ihr Text findet 15 Beanstandungen, die Sie ganz schnell hätten korrigieren können. Ansonsten guter Inhalt! Schöne Grüße zum neuen Jahr und weiter so, hammerhart zur Sache!
    eisenherz
    Madame,
    wo kann ich den Kommentar von Herrn Walich in schriftlicher Form nachlesen?
    Language Tool nehme ich auch sehr gerne als Korrekturhilfe. Ich weiß nicht wie es anderen geht,
    aber meinen Text am Monitor, dort die manchmal peinlich dummen Rechtschreibfeh ler beim
    Korrekturlesen zu finden, das gelingt mir oft nur unzureichend. Ausgedruckt auf Papier aber sehr
    viel besser. Warum ist das so?

    Madame
    An Eisenherz und Pix. Ab 6:00 Uhr werden doch die einzelnen Beiträge und der Kommentar extra angezeigt. Die Kommentare von Herrn Wahlig kann man hören und auch lesen. Auch den Kommentar von heute, 1. Januar 2024. Das ist sehr komfortabel, zum Weiterversenden vor allem.
    Nervig an den Lesereintragung en und auch im Kommentar sind die entstellenden Leerstellen. Wurde schon öfters bemängelt. Warum Mitarbeiter des Kontrafunks das nicht in den Griff kriegen, weiß ich auch nicht. Beste Neujahrsgrüße.

    Knul Pix
    @Madame
    Welchen Text genau meinen Sie?

    germainer
    Eierlikör, lieber Herr Wahlig - Likör versteh' ich ...

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