Skip to main content
  • Die Nachrichten von heute Morgen
  • Die Nachrichten von gestern Abend
  • Die Nachrichten von gestern Mittag
    Sendungen mit Schlagwort

    „Philosophie“

    • Philosophieren #61: Bestimmen Montag, 15.04.2024

      Die Lust des Bestimmens überwindet die Last des Unbestimmten, denkt man. Das Projekt der Emanzipation entwindet uns der Fremdbestimmung und führt uns in die Selbstbestimmung. Aber können wir tatsächlich alles selbst bestimmen? Oder haben wir eine Bestimmung? Fragen, die ein philosophisches Gespräch im Kontrafunk wert sind. 

      zur Sendung
    • Yoyogaga 86: Aus der Schule geplaudert – Teil 3 – Die Kunst des Rosenschenkens Sonntag, 14.04.2024

      In dieser Ausgabe erklärt Andreas Thiel, wie man nackt einen Streifenwagen in Schach hält, wo man nachts Rosen auftreibt und vor allem wie, wann und wo man wem Rosen schenkt und wem keinesfalls. Und natürlich verrät er auch, wie man von der Schule fliegen und doch noch ein guter Mensch werden kann.

      zur Sendung
    • Alexander Meschnig und Parviz Amoghli: Von der Unmöglichkeit, zu siegen (Teil 4) Sonntag, 14.04.2024

      Nachdem der dritte Teil der Serie sich mit der Frage der Kriegsziele als genuin politischer und nicht militärischer Aufgabe auseinandergesetzt hat, widmet sich der vierte Teil abschließend der Frage der moralischen Größen und der mentalen Verfassung der westlichen Länder (und insbesondere Deutschlands) angesichts der aktuellen Kriegsbedrohungen. Während wir gegenüber Russland eine substanzlose Feindrhetorik feststellen können, die ganz dem anachronistischen Charakter des Krieges entspricht, zeichnet sich die postheroische Gesellschaft im Innern dadurch aus, dass sie in der Abwertung des Eigenen eine Tugend erblickt und keinen Feind mehr anerkennen will. Sie trifft dabei auf einen nichtstaatlichen Akteur, der wie der islamistische Terror eine heroische Gemeinschaft bildet und den eigenen Tod billigend in Kauf nimmt. Diese Unfähigkeit, einerseits einen Feind zu definieren, andererseits sich selbst als Feind eines anderen sehen zu können, hat entsprechende Auswirkungen. Anders als oft lautstark verkündet, geht es für den Westen und Deutschland nicht um einen Sieg über den Terror. Vielmehr geht es um den Erhalt und die Bewahrung einer freien, pluralistischen und offenen Gesellschaft, was die Frage aufwirft, wofür genau wir überhaupt bereit sind, unsere Werte mit allen rechtsstaatlichen Mitteln zu verteidigen.

      zur Sendung
    • Matussek!: Zum 150-Jährigen von Karl Kraus Freitag, 12.04.2024

      Matussek lässt sich den 150. Geburtstag von Karl Kraus nicht entgehen und erinnert an den großen Polemiker, Aphoristiker und Journaille-Kritiker, der noch wusste: „Wer unrein schreibt, denkt auch unrein.“ Kraus als Müllabfuhr und als beißender Satiriker in einer seltenen Tonaufnahme. Über die Lüge als Verkehrsform, die Falschmünzerei als Währung wie „Demokratieförderungsgesetz“ und „Zusammenland“. Eine Geschichte des Aphorismus von Heraklit bis Klonovsky. Nietzsches Weisheit „Etwas Kurz-Gesagtes kann die Frucht und Ernte von vielem Lang-Gedachten sein.“ Der großartige Antimodernismus in den Scholien von Nicolás Gómez Dávila. Baltasar Graciáns „Handorakel“. Klonovskys „Acta Diurna“ und die Methode, mit Zitaten zu erledigen. Dazu ein Rap über Heideggers „Sein und Zeit“ von Pigor & Eichhorn. Georg Kreisler, Beatles, Simon & Garfunkel. Briefe.

      zur Sendung
    • Philosophieren #61: „Verletzen“ Montag, 08.04.2024

      Ein Messer oder ein Stich einer Nadel kann meine Haut verletzen. Aber auch Worte können verletzend sein. In den letzten Jahren hat sich ein neuer Begriff entwickelt, der neben diesen tatsächlich stattgefundenen Verletzungen insbesondere die möglichen, sich noch nicht realisiert habenden, aber drohenden oder als drohend empfundenen Verletzungen in den Blick nimmt. So sprechen wir heute vielfach von „vulnerablen Gruppen“ und einer generellen Vulnerabilität in der Gesellschaft. Was hat es mit diesem Begriff auf sich? Und mit welcher Begründung beanspruchen „Vulnerable“ eigentlich einen besonderen Schutz? In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Verletzen und stellen die These auf, dass es uns ganz guttäte, selbstbewusst und ohne den übergriffigen Staat mit den Gefahren des Lebens fertigzuwerden.

      zur Sendung
    • Menschenbilder: Was ist Liebe? Sonntag, 07.04.2024

      Die Liebe, so lehren Poeten aller Zeiten, ist das Größte im Leben. Auch für die Bibel ist alles, was Menschen jemals erreichen können, ohne Liebe nichts. Doch was ist das eigentlich, Liebe? Ist es ein Gefühl, ein Seelenzustand, ein zwischenmenschliches Ereignis? Hat Liebe etwas mit Menschenrechten zu tun? Oder ist Liebe eine Illusion, ja sogar Teil eines Machtdiskurses unter Menschen?

      zur Sendung
    • Hans Ulrich Gumbrecht – Das Phänomen Stimme Sonntag, 07.04.2024

      Die Stimme ist ein existenzielles Phänomen, das bisher keine nähere Betrachtung in der Philosophie fand. Der emeritierte Professor für Literaturwissenschaften an der Stanford University in Kalifornien und Professor für romanische Literatur an der Hebrew University in Jerusalem, Hans Ulrich Gumbrecht, beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit dem Thema Stimme. Er erörtert unter anderem folgende Fragen: Welche Qualitäten offenbart die Stimme beim Singen, welche Bedeutung hat die Stimme in den Religionen, gibt es eine Geschichte der Stimme? Sein Buch zum Thema mit dem Titel „Leben der Stimme – Ein Essay über Nähe“ wird voraussichtlich im Oktober 2024 in Deutschland bei Suhrkamp erscheinen.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 85: Aus der Schule geplaudert – Teil 2 – Am Obergymnasium Sonntag, 07.04.2024

      Mit sechzehn Jahren ist Andreas Thiel Teil einer Einbrecherbande, für die kein Raum der Schule verschlossen bleibt. Die nachtaktiven Gymnasiasten entwenden Prüfungsunterlagen, sprayen Karikaturen von Lehrern an Wandtafeln und verwanzen das Lehrerkonferenzzimmer.

      zur Sendung
    • Unter Freunden: Shingen Jan Gaensslen – „Hallelujah“ Donnerstag, 04.04.2024

      Auch wenn alles schiefgelaufen ist – „even though it all went wrong“ –, wir singen dem Leben, wenn wir es in seiner ganzen Vielfalt betrachten, ein inniges Loblied. Das ist die Botschaft von „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Wie zufällig hat sich der Song zu einem der größten Welthits entwickelt. Der Mönch und Liedermacher Shingen Jan Gaensslen erklärt, dass gerade das absichtslose Vorgehen manchmal einen unverhofften Erfolg mit sich bringt, dass Pläne dagegen oft scheitern. Diese Weisheit des Zen zeigt sich für ihn beispielhaft an der Karriere von Leonard Cohen, der im Kloster als Jikan mit Shingen zusammengelebt hat. Shingen Jan Gaensslen stellt uns obendrein die Songs „Ballad of the Absent Mare“ und „Anthem“ vor und erzählt, dass schon die Liedermacher-Akademie von Christof Stählin einige Schritte auf dem Weg des Zen gegangen ist.

      zur Sendung
    • Lehrerzimmer: Nachhilfeunterricht, vom Wert des Wissens, ideologiefreier Unterricht Donnerstag, 04.04.2024

      Die Nachhilfelehrerin Ute Lorenz macht im Gespräch mit Stefan Millius deutlich, dass Nachhilfeunterricht mehr als eine Feuerwehrübung ist und dass eine Nachhilfelehrerin einen speziellen Einblick in die Schulwelt gewinnt. Prof. Dr. Peter J. Brenner spricht in seinem Kommentar über den Wert des Wissens. Das Neueste aus der Welt der Schule wird im Nachrichtenblock präsentiert. Und abschließend bespricht Klaus Rüdiger mit dem Deutsch- und Philosophielehrer Thomas Koch, wie ein ideologiefreier Unterricht Schüler zum selbständigen Denken anleiten kann.

      zur Sendung
    • Philosophieren #60: „Glauben“ (2) Montag, 01.04.2024

      Woran glauben Sie? Kann man heute in unserer säkularisierten Welt, die von der Allmacht der Wissenschaft ausgeht, überhaupt noch an etwas „glauben“, was nicht bewiesen werden kann? Vor einem Jahr haben wir uns in dieser Sendung bereits einmal dem Thema Glauben gewidmet, damals mit Jürgen Fliege. Heute sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ ein zweites Mal über das Glauben und ihre persönlichen Glaubenserfahrungen.

      zur Sendung
    • Kontrafunk aktuell vom 1. April 2024 Montag, 01.04.2024

      In dieser Sendung berichtet Gärtnermeisterin Gudrun Esser über den Aspekt des Erwachens der Natur zum Osterfest. Mit unserem Kollegen Matthias Burchardt von der Sendereihe „Philosophieren“ im Kontrafunk philosophieren wir unter anderem über Wirklichkeiten, unterschiedliche Wahrnehmung von Realitäten und was der 1. April damit zu tun hat. Kann die Menschheit aus den Kriegen der Vergangenheit für eine friedliche Zukunft lernen? Dies erörtern wir mit dem Historiker Prof. Ronald Gregor Asch. Und Frank Wahlig beschäftigt sich in seinem Kommentar mit der Frage, ob der plötzlich erwachte Patriotismus von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nicht vielmehr Angst ist, die ihn umtreibt.

      zur Sendung
    • Menschenbilder Ostersendung: Die Auferstehung als Sein oder Nichtsein des Christentums Sonntag, 31.03.2024

      Mit dem Glauben an die leibliche Auferstehung, Herzstück von Ostern, behauptet das Christentum: Die Sehnsucht nach ewiger Liebe und Gerechtigkeit ist kein Hirngespinst. So, wie der körperliche Durst darauf hindeutet, dass es Wasser gibt, um diesen Durst zu löschen, deutet der seelische Durst nach ewiger Liebe darauf hin, dass es Gott gibt, der diesen Durst löscht. „To be or not to be“: Warum es an Ostern um alles geht und es ohne Auferstehung auch keine Gerechtigkeit geben kann.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 84: Aus der Schule geplaudert – Teil 1 – Am Untergymnasium Sonntag, 31.03.2024

      Andreas Thiel erzählt von seiner Schulzeit an einem Schweizer Gymnasium in den frühen 1980ern, wo er sein Defizit an Obrigkeitsgläubigkeit mit Fantasie und Langeweile anreicherte, Pornografie in den Kunstgeschichtsunterricht brachte, Flammenwerfer baute und mit dem Schweizer Offiziersmesser öffentliche Verkehrsmittel lahmlegte.

      zur Sendung
    • Unter Freunden: Shingen Jan Gaensslen – Zen und Leonard Cohen Donnerstag, 28.03.2024

      Der Mönch und Liedermacher Shingen Jan Gaensslen hat mit dem Liedermacher und Mönch Leonard Cohen Jikan zusammengelebt und erklärt, wie sich in den späten Songs wie „Going Home“ und „Love Itself“ Zen-Weisheiten finden. „Du musst lernen zu sterben, bevor du stirbst“, ist so ein Grundsatz, und das angestrebte Gefühl von Zuhausesein geht sowieso immer wieder verloren. Kann da die Meditation helfen? „Das Leiden ändert sich nicht, sondern das Bezugssystem ändert sich, und dadurch ändert sich das Leiden eben doch.“ So erklärt es Shingen in einer ausgesprochen freundlichen Art. Wir entdecken offene Geheimnisse in den Songs von Cohen und spüren einen stillen Humor, denn man kann schließlich nicht für immer im Himmel leben, weil es da „keine Toiletten und keine Restaurants gibt“.

      zur Sendung
    • Philosophieren #51: „Altern“ Montag, 25.03.2024

      Wir alle werden unweigerlich älter. In Schwaben sagt man, mit dem Alter werde man auch klüger, ab 50 Jahren soll das dann wohl gelten. Dabei verdrängen wir gerne, dass mit dem Altern auch Gebrechen und andere unschöne Begleiterscheinungen Einzug halten. Matthias Burchardt und Alexander Christ gewinnen in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk dem Alterungsprozess dennoch so manche gute Seite ab und wünschen sich selbst, gut zu altern.

      zur Sendung
    • Gemeinschaften: Warum sie wichtig sind, wann sie ungesund werden Sonntag, 24.03.2024

      Wie leben wir Gemeinschaft? Ehe, Familie, Verein, Kirche? Warum brauchen wir das? Wann sind Gemeinschaften in Wahrheit Macht- und Angstgemeinschaften? Warum öffnen wir uns so selten für echte, unberechenbare Begegnungen, obwohl wir uns danach sehnen?

      zur Sendung
    • Norbert Bolz: Der Skandal der Ungleichheit Sonntag, 24.03.2024

      Natürliche Ungleichheiten in Schönheit, Intelligenz und Gesundheit sind der ewige Skandal egalitärer Gesellschaften. Sie deuten Ungleichheiten als Ungerechtigkeiten und fordern dann Kompensationen für die scheinbar Benachteiligten – sei es durch Umverteilung, sei es durch Gleichstellung. Norbert Bolz zeigt, dass man damit nicht nur die Grundlagen der Marktwirtschaft zerstört, sondern auch den paradoxen Effekt erzeugt, dass die natürlichen Unterschiede das Schicksal des Einzelnen nun noch mächtiger prägen.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 83: Der belehrende Selbsthass der Deutschen Sonntag, 24.03.2024

      Was der Negerkuss in Deutschland war, ist in der Schweiz immer noch der Mohrenkopf. Aber auch hierzulande haben die humorlosen Streber längst Politik, Verwaltung und Universitäten erobert. Was die Streber so erfolgreich macht, ist, dass sie fehlende Begabung, Vernunft und Gelassenheit kompensieren durch Fleiss, Obrigkeitsgläubigkeit und Machtstreben.

      zur Sendung
    • Philosophieren #59: „Schlafen“ Montag, 18.03.2024

      Der Schlaf ist eine alltägliche Tätigkeit, der wir kaum Bedeutung beimessen, solange diese sich unkompliziert einstellt und erholsam ist. Doch es gibt auch widrige Begegnungen mit dem Schlaf, wo er sich als permanente Müdigkeit aufdrängt oder sich in wachen Nächten partout nicht einstellen will. Seine Unverfügbarkeit ist allerdings nur eines der Rätsel, denn schließlich wird der Schlaf ja allein für den Wachen zum Thema. Aus dem Schlaf können wir nicht über den Schlaf sprechen, weil wir dann auf geheimnisvolle Weise abwesend sind. Doch wo sind wir, wenn wir schlafen? Ist der Schlaf etwa der kleine Bruder des Todes?

      zur Sendung
    • Yoyogaga 82: Wie man in der Schule das Denken verlernt – Teil 3 – Die Rache der Unbegabten Sonntag, 17.03.2024

      Die Begabung zur Pädagogik ist eine musische Begabung, denn Lernen ist Spiel. Leider haben mit der Akademisierung der Pädagogik die musisch Unbegabten das Schulwesen übernommen. Pestalozzis weiser Grundsatz, Herz, Hand und dann erst den Kopf zu bilden, wurde ins Gegenteil verkehrt, mit der fatalen Folge, dass die pädagogisch Begabten schon vor der Lehrerausbildung aussondiert werden und die Streber das Rennen machen, womit für die Kinder aus Spiel Ernst wird. Thiel denkt über Pestalozzis großen Bildungsgrundsatz nach.

      zur Sendung
    • Menschenbilder: Versöhnung von Religion und Aufklärung Sonntag, 17.03.2024

      Martin Grichting ist katholischer Theologe, war über zehn Jahre Generalvikar des Bistums Chur und publiziert heute in verschiedenen Medien zu philosophisch-theologischen Fragen. Nun ist sein neues Buch „Religion des Bürgers statt Zivilreligion“ erschienen (Schwabe-Verlag, Basel). Im Gespräch mit Giuseppe Gracia zeigt Grichting Wege auf, wie sich Religionsgemeinschaften demokratiekompatibel einbringen können. Er erklärt, warum es ohne Christentum keine freie Gesellschaft geben kann. Hat die katholische Kirche mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) ein universalisierbares Modell vorgeschlagen, mit dem sich auch andere Religionsgemeinschaften in einer pluralistischen Gesellschaft konstruktiv einbringen können? Woher kommt die menschenfeindliche Gefahr des religiösen Fanatismus einerseits und einer kalten, technischen Vernunft andererseits? Wie kann es gelingen, Religion und Aufklärung zu versöhnen?

      zur Sendung
    • Philosophieren #58: „Musizieren“ Montag, 11.03.2024

      Ist Musik nur „organisierter Lärm“ oder so viel mehr als das? Das Wesen des Musizierens liege darin, die Stille hörbar zu machen, sagen manche Musiker. Musizieren kann an sich jeder Mensch, manchmal mit großem Können, manchmal mit bescheidenem Erfolg, aber immer löst das Musizieren Emotionen aus. In dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk unterhalten sich Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Musikmachen und dessen tieferen Sinn.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 81: Wie man in der Schule das Denken verlernt – Teil 2 – Verwechslung von Strebertum und Begabung Sonntag, 10.03.2024

      Wenn die Begabtenförderung, statt Begabte zu fördern, Streber belohnt, liegt das daran, dass unser Bildungssystem von Strebern konzipiert wurde. Das Tragische daran ist, dass die Streber, die unser Bildungssystem beherrschen, sich für begabt halten.

      zur Sendung
    • Philosophieren #57: „Verändern“ Montag, 04.03.2024

      Schon Heraklit wusste, alles fließt. Den Lauf der Natur und ihre Gesetzmäßigkeiten also können wir Menschen wohl nicht tiefgreifend verändern, so manch anderes im Leben aber schon. Wenn Matthias Burchardt und Alexander Christ in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk kritisch über das „Verändern“ philosophieren, dann wollen sie dabei nicht dem Stillstand um des starrsinnigen Stillehaltens willen das Wort reden – genauso wenig aber dem Verändern nur um des Veränderns willen, hinter dem manches Mal eine nicht wohlmeinende Transformationsagenda lauert. Gelegentlich ist es auch gut, nichts zu verändern.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 80: Wie man in der Schule das Denken verlernt – Teil 1 – Wie viele Enten ist der Mensch wert? Sonntag, 03.03.2024

      Wer hat Angst vor selbständig denkenden Kindern? Hinter dem schulischen Denkverbot vermutet Thiel weniger eine Absicht als vielmehr eine Angst oder ein Unvermögen von Pädagogen, selbst zu denken. Die Verbannung des Denkens von der Schule hat nicht unbedingt System, lässt aber beunruhigende Muster erkennen. Thiels nüchterne Betrachtung genießt man vorzugsweise im warmen Schaumbad bei kühlem Champagner oder am Kaminfeuer mit einem Glas Portwein in der Hand.

      zur Sendung
    • Philosophieren #56: „Gärtnern“ Montag, 26.02.2024

      Was zeigt sich von unserem Verhältnis zur Natur, wenn wir im Garten arbeiten? Worin besteht der Sinn eines Ziergartens und die Funktion eines Nutzgartens? Welche Weisheit beseelt den Gärtner, und was geht verloren, wenn aus dem „Kindergarten“ eine „Tagesstätte“ wird? Sie sind wie immer herzlich eingeladen, zuzuhören und mitzudenken.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 79: Wie untergräbt man Autoritäten? Sonntag, 25.02.2024

      Die einzigen Schulen, von welchen der spätere Bezirksschulrat Andreas Thiel nicht hochkant flog, waren die Skischule und die Rekrutenschule. Aus der Rekrutenschule hatte man ihn zwar ebenfalls versucht rauszuwerfen. Dass dies seinen Vorgesetzten allerdings nicht gelang, erlaubte es ihm, seinen Umgang mit falschen Autoritäten im Militär über lange Zeit zu verfeinern. Hier gibt Thiel neue Einblicke in seine Zeit bei den legendären Radfahrertruppen der Schweizer Armee.

      zur Sendung
    • Kontrafunk aktuell vom 19. Februar 2024 Montag, 19.02.2024

      Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, berichtet über die Gründung seiner Partei Werteunion, deren erster Vorsitzender er ist. Journalist Dirk Pohlmann analysiert die am Sonntag zu Ende gegangene Münchner Sicherheitskonferenz. Mit dem Philosophen Michael Andrick sprechen wir über sein neues Buch „Im Moralgefängnis – Spaltung verstehen und überwinden“. Darin wird der politische Debattenraum in Deutschland als Moralinseuchengebiet eingestuft. Und Gudula Walterskirchen widmet sich in ihrem Kommentar der Erinnerungskultur in Österreich.

      zur Sendung
    • Philosophieren #55: „Philosophieren“ Montag, 19.02.2024

      Dieses Mal betreiben Alexander Christ und Matthias Burchardt Nabelschau: Sie philosophieren über das Philosophieren. Was versetzt uns derart ins Staunen, dass wir uns auf den riskanten und beglückenden Weg des Denkens machen? Die Liebe zur Weisheit treibt uns mitunter aus den allzu bekannten Sinnbehausungen heraus und setzt uns in erschütternder Weise einer bodenlosen Fraglichkeit aus. Ist der Philosoph deshalb ein unbequemer Fremdling, dessen man mittels Schierlingsbechern ledig wird? Oder nimmt er stellvertretend für andere Menschen das Schicksal einer radikalen Besinnung auf sich?

      zur Sendung
    • Yoyogaga 78: Die Toleranz der Intoleranz Sonntag, 18.02.2024

      Im rot-grünen Weltbild gibt es nur rechts und links. In diesem eindimensionalen Denkschema wird alles und jedes als simpler Punkt auf einer Linie wahrgenommen, dessen einzige erkennbare Eigenschaft darin besteht, dass er entweder links oder rechts des eigenen Standpunktes liegt. Die fatale Folge dieses absurden Weltbildes ist weder eine Vereinfachung noch eine Verwirrung, sondern die Umkehrung aller Werte.

      zur Sendung
    • Philosophieren #54: „Emigrieren“ Montag, 12.02.2024

      Diesmal geht es um ein ernstes Thema. Was bedeutet es, wenn man aus politischen Gründen sein Land verlassen muss? Matthias Burchardt und Alexander Christ diskutieren über Heimatlosigkeit am Beispiel eines Textes von Günther Anders. Am Ende wird auch deutlich, warum die aktuelle Debatte nur noch von Migration spricht und jegliche Vorsilbe scheut.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 77: Was ist Kunst? Teil 6: Die Schönheit der Frau Sonntag, 11.02.2024

      Was macht die Musik zur höchsten aller Künste? Was macht die Frau zum schönsten aller Motive? Und wo liegt die Grenze zwischen Kunst und Pornografie? Im heutigen Feuilleton denkt Andreas Thiel noch einmal bei einem Glas Portwein über Künstler und ihre Motive sowie Kunstwerke und deren Betrachter nach, womit dieser Themenkreis bei weitem nicht erschöpft, aber vorerst abgeschlossen sein wird.

      zur Sendung
    • Norbert Bolz: Schwierigkeiten mit der Freiheit Sonntag, 11.02.2024

      Schwierigkeiten mit der Freiheit – warum der Liberalismus in Deutschland keine Chance hat

      Freiheit ist unser europäischer Stil, den wir verteidigen müssen, und sie ist die unwahrscheinlichste kulturelle Errungenschaft der Weltgeschichte. Norbert Bolz macht in diesem Vortrag deutlich, dass Freiheit heute vor allem zwei Hauptgegner hat: den Paternalismus des Wohlfahrtsstaats und die Diktate der politischen Korrektheit.

       

      zur Sendung
    • Kontrafunk aktuell vom 6. Februar 2024 Dienstag, 06.02.2024

      Über die Landtagswahlen im Osten Deutschlands und neue Pläne der CDU spricht Marcel Joppa mit dem Politjournalisten Olaf Opitz. In der Ukraine will Präsident Selenski zahlreiche Politiker und Militärs entmachten. Der Osteuropa-Kenner Thomas Fasbender ordnet diesen „Neustart“ für uns ein. Um die weltweite Christenverfolgung, speziell in den Ländern Kuba und Nicaragua, geht es in einem Gespräch mit Kurt Igler, Geschäftsführer der Hilfsorganisation Open Doors in Österreich. Michael Andrick fragt sich schließlich in einem Kommentar: Wie ist es wohl, ein Milliardär zu sein?

      zur Sendung
    • Philosophieren #53: „Demonstrieren“ Montag, 05.02.2024

      In den letzten Wochen gingen in Deutschland Tausende Menschen „gegen rechts“ auf die Straße: Grundsätzlich erfreulich, möchte man voreilig denken, wenn Bürger Ihre Meinung so zahlreich zeigen. Verstörend aber wirkte, dass Politiker der Regierung sich an die Spitze der Demonstrationen zu setzen versuchten. Für Matthias Burchardt und Alexander Christ ist dies Anlass, einmal grundsätzlich über das Demonstrieren zu philosophieren. Wogegen oder wofür demonstrieren Menschen? Welche Formen sind legitim, und welche Rolle spielen solche Meinungsäußerungen im demokratischen öffentlichen Diskurs? Wir laden Sie ein zum Philosophieren im Kontrafunk, diesmal zum Thema Demonstrieren.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 76: Was ist Kunst? Teil 5: Schanze, Flug und Landung Sonntag, 04.02.2024

      Sein Kunstbegriff ist so elitär, dass Thiel sich selber ausschließen muss. In seinem heutigen Radiofeuilleton denkt er über den Künstler als Sprungschanzenbauer nach und erkennt dabei, dass erst die Flugbahn des Betrachters und dessen geglückte Landung die Schanze zum Meisterwerk erheben. Er vergleicht Pablo Picassos „Guernica“ mit Edouard Castres’ Bourbaki-Panorama und verortet bei Picasso ein künstlerisches Scheitern wegen fehlender emotionaler Distanz zum Gegenstand der Betrachtung.

      zur Sendung
    • Friedrich Pohlmann: Erkundungen des menschlichen Gesichts Sonntag, 04.02.2024

      Mimik, Verhüllung, Verletzung, Einzigartigkeit – Erkundungen des menschlichen Gesichts.

      In unserem Gesicht kristallisiert sich unser Verhältnis zu uns selbst, unsere Identität. Über die Eigenart dieses Körperorgans wird aber selten genauer nachgedacht. Wie sind seine Einzelteile aus der Perspektive der biologischen Anthropologie beschreibbar, und welche Funktion als Zeichengeber kommt ihnen zu? Welche Formmerkmale hat das Gesicht als eine Ganzheit? Welche sozialen Folgen haben Gesichtsverstümmelungen und -verhüllung? Wie ist die „Sprache des Gesichtes“ genauer deutbar, ihre physiognomischen, lebensgeschichtlichen und mimischen Ausdrucksdimensionen?

      zur Sendung
    • Ludgers Welt: Ich habe Freude daran, Menschen wieder auf Kurs zu bringen Mittwoch, 31.01.2024

      Markus Bauchrowitz ist Mentalcoach, Knotenlöser, Motivationstrainer aus Hamburg. Moment mal, sind das nicht diese Typen, die mit Wasserpistole in die Menge spritzen und Büroangestellte über Kohlen laufen lassen? Klare Antwort: Jein! Markus Bauchrowitz hat solche Events mitgemacht, ist nun aber jemand, der kleine Gruppen bevorzugt und das Wertvolle in jedem Einzelnen hervorbringen möchte. „Das Gefühl von Ohnmacht ist in diesen Zeiten riesengroß“, sagt er und hat eine Erkenntnis gewonnen, die über allem steht: Es fehlt in unserer Welt allgemein an Anerkennung. Ludger Kusenberg alias Ludger K. führt ein spannendes Gespräch über Burn-outs, russische Militärspionage und über Jürgen Klopp, den Ludger brandaktuell anlässlich seines Rückzugs beim FC Liverpool liebevoll vor Livepublikum auf die Schippe nimmt.

      zur Sendung
    • Gesellschaft 3.0: Dr. Michael Andrick – Der Totalitarismus baut sich seinen Staat Dienstag, 30.01.2024

      In unserer Sendereihe „Gesellschaft 3.0“ hören Sie einen Vortrag mit dem Titel „Der Totalitarismus baut sich seinen Staat“. Der Philosoph, Autor und Kolumnist Dr. Michael Andrick geht darin auf Begriff und Erscheinungsform des Totalitarismus in Geschichte und Gegenwart ein. Mit Blick auf aktuelle Vorgänge spricht er vom Leben in einem „Nie-wieder-Staat“, setzt sich mit der Cancel-Culture auseinander und analysiert das weltweit praktizierte Faktencheckertum. Überdies macht er Vorschläge, wie man dem Totalitarismus entgegentreten kann. Michael Andrick lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Autor des Buches „Erfolgsleere“, schreibt Kolumnen für die „Berliner Zeitung“ sowie Essays und politische Kommentare für „Der Freitag, „Die Welt, „Die Weltwoche“ und andere. Aufgenommen wurde der Vortrag während des Symposiums der Kritischen Richter und Staatsanwälte (KRiSta) am 21. Oktober 2023 in Halle an der Saale.

      zur Sendung
    • Philosophieren #52: „Tanzen“ Montag, 29.01.2024

      Im Tanzen entwindet sich der menschliche Körper der Schwerkraft des Alltags und bringt flüchtige Verse eines sinnlichen Ausdrucks hervor. So zumindest erscheint es Alexander Christ und Matthias Burchardt, den bekennenden Nichttänzern, in ihrer zaghaften Annäherung an das so bedeutsame Kulturphänomen des Tanzens.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 75: Was ist Kunst? Teil 4: Das Verhältnis von Kunst, Philosophie und Wissenschaft Sonntag, 28.01.2024

      Die Weisheit wurde in der Antike von der Philosophie erkannt, von der Mathematik geprüft und durch die Kunst vermittelt. Heute, wo eine orientierungslose Philosophie die Sinnfrage nicht mehr beantworten kann und hysterische Wissenschaften mangels eines mathematischen Verständnisses nur noch Statistiken hervorbringen, bleibt die Kunst inhaltsleer. Den Ausweg aus dieser geistigen Einöde weist eine Rückbesinnung auf das Schöne, das Gute und das Wahre.

      zur Sendung
    • Menschenbilder: Ein Leben zwischen Stasi, Kant und Kreuz Sonntag, 28.01.2024

      Mit 16 wurde Helmut Holzhey von der DDR-Staatssicherheit verhaftet und flüchtete nach Westberlin. Das Theologiestudium führte ihn nach Zürich. Er wechselte zur Philosophie und war während zehn Jahren Vorsteher des Philosophischen Seminars der Universität Zürich. In seiner gerade erschienenen Autobiografie „Wunder“ (Schwabe-Verlag) geht es um die Nachkriegszeit, um die revolutionäre Aufbruchsstimmung der 1960er Jahre und um persönliche Wunder, nicht zuletzt um den katholischen Glauben.

      zur Sendung
    • Philosophieren #50: „Aufklären“ Montag, 22.01.2024

      Wie werden Babys gemacht? Im Aufklärungsunterricht wird das Geheimnis gelüftet. Was als triumphaler Siegeszug der letzten Wahrheit gefeiert wird, kann auch in den aufdringlichen Gestus einer freudlosen Rationalität münden. Ebenso wie die Sexualkunde sind auch die Epoche und das Projekt der Aufklärung nicht frei von Ambivalenzen, denen Alexander Christ und Matthias Burchardt in dieser Sendung nachspüren wollen.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 74: Was ist Kunst? Teil 3: Die fünf Yogas Sonntag, 21.01.2024

      Ein genussreicher Abendtauchgang in die altindische Philosophie. Die Kunst ist eines der fünf Yogas in den 286 Upanischaden des Vedanta der vier Vedas. Auf dieser morgenländischen Bildungshörreise lernen wir, dass fast jeder ein Yogi sein kann – außer der Banker und der Jurist. Aber selbst Letztere sind nicht verloren. Auch ihnen bleibt zum Lebensende noch der Mönchsweg offen, sofern sie sich auf eine letzte Pilgerreise begeben wollen.

      zur Sendung
    • Norbert Bolz: Der Bürger als konservativer Held Sonntag, 21.01.2024

      Norbert Bolz gibt in seinem Vortrag eine Antwort auf die Frage, was wirklich wichtig ist, und er berechnet den Preis, den wir zahlen müssen, wenn wir frei und modern leben wollen. Dabei wird zum einen deutlich, dass die modernen Wissenschaften bei der Frage nach dem richtigen Leben nicht weiterhelfen können. Zum anderen macht Bolz klar, dass die bürgerliche Lebensführung, der wir die wichtigsten Errungenschaften der modernen Welt verdanken, in diametralem Gegensatz zu jener „Selbstbestimmung“ steht, die die Politik dem Bürger heute per Gesetz verspricht.

      zur Sendung
    • Philosophieren #49: „Verantworten“ Montag, 15.01.2024

      Wer ist eigentlich für all das hier verantwortlich? Verantwortung übernehmen, das wollen Politiker vor allem im Wahlkampf. Später, wenn sie erst in Amt und Würden sind, dann ist es oft nicht weit her mit dem Übernehmen der Verantwortung. Matthias Burchardt und Alexander Christ beleuchten in dieser Folge von „Philosophieren“ im Kontrafunk, mit welchem Konzept man Verantwortung neu betrachten kann und wie man sich dabei von einer rein juristischen Sichtweise, sich für eine Handlung im Schadensfall verantworten zu müssen, zu lösen vermag.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 73: Was ist Kunst? Teil 2: „Hans im Glück“ dramenanalytisch Sonntag, 14.01.2024

      Radiopantomime und Striptease für Blinde – Nicht alles, was Künstler machen, ist Kunst. Was zeichnet Kunst aus? Ein vielleicht unerwartetes, aber dafür umso eindrücklicheres Beispiel für ein zeitloses Kunstwerk stellt das Märchen „Hans im Glück“ dar. Thiels dramenanalytischer Betrachtung folgt man vorzugsweise am Kaminfeuer mit einem Glas Portwein in der Hand.

      zur Sendung
    • Philosophieren #48: „Erzählen“ Montag, 08.01.2024

      Diesmal ist der Schriftsteller und Waldgänger Norbert Scheuer zu Gast bei Matthias Burchardt und erzählt am Beispiel seines Bestsellers „Winterbienen“, wie ein Roman entsteht. Wie erarbeitet man seinen Stoff, findet eine angemessene Form, erfüllt die Figuren mit Leben? Und warum sind „Lockenwickler“ bedeutsam? Letztlich geht es auch um die Frage, wie man etwas Kostbares durch den Raum und die Zeit tragen kann, wenn die Welt verwintert.

      zur Sendung
    • Menschenbilder: Wahrheit, Relativismus und Toleranz (Wiederholung) Sonntag, 07.01.2024

      Giuseppe Gracia im Gespräch mit dem Schweizer Bischof Marian Eleganti. Es geht um die Frage, ob es so etwas wie eine objektive Wahrheit geben kann, ob der Anspruch darauf schon ein Zeichen für reaktionäres Denken ist, für die Ablehnung einer offenen, toleranten Gesellschaft. Oder ob die Forderung nach Toleranz selber eine absolute Begründung braucht, die in den absolut verstandenen Menschenrechten gründet. Zerfällt eine Gesellschaft ohne klare Wahrheitsansprüche am Ende in reine Macht- und Personeninteressen, so dass statt Toleranz Identitäts- und Interessenskriege herrschen?

      zur Sendung
    • Yoyogaga 72: Was ist Kunst? Die innerliche Erhebung des Betrachters Sonntag, 07.01.2024

      Nachdem Thiel über überraschende Begegnungen seines Grossonkels im KZ und eine mögliche Verstrickung seiner Mutter in die jüdische Weltverschwörung nachgedacht hat, widmet er sich der Betrachtung der Kunst. Was bedeutet dieses längst zur Hülse entleerte Wort im eigentlichen Sinn? Erste Hinweise über die verlorengegangene Fülle der Kunst finden sich bei den alten Griechen.

      zur Sendung
    • Kontrafunk aktuell vom 1. Januar 2024 Montag, 01.01.2024

      Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl ist Nahost-Expertin. Im Gespräch mit Tim Krause geht es um den Krieg in Israel und im Gaza-Streifen. Aus Anlass des Kant-Jahres 2024 sprechen wir mit dem Philosophen Matthias Burchardt über den Begriff der Aufklärung bei Immanuel Kant und den heutigen Zustand aufgeklärten Denkens. Der ehemalige Richter und Rechtsprofessor Thomas Seibert erläutert uns den Zustand des Rechtsstaates und berichtet über seine geheime Leidenschaft. Im Kommentar beschäftigt sich Kontrafunk-Hauptstadtkorrespondent Frank Wahlig mit dem deutschen Kanzler, der AfD und der politischen Großwetterlage.

      zur Sendung
    • Philosophieren #47: „Knallen“ Montag, 01.01.2024

      Ein frohes neues Jahr, liebe Hörer! Gerade liegt der Knall des Feuerwerks zu Silvester hinter uns, da fragen Matthias Burchardt und Alexander Christ sich, was das eigentlich genau ist, so ein Knall. Nur ein Naturereignis, das sich physikalisch erklären ließe? Oder steckt doch mehr hinter dem Knallen, das uns in so unterschiedlichen Varianten, im Schlimmen wie im Guten, begegnen kann? Freuen Sie sich auf die erste Ausgabe von „Philosophieren“ im Kontrafunk im neuen Jahr, auf die Folge Nummer 48: „Knallen“.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 71: Ein langsames verbales Silvesterfeuerwerk Sonntag, 31.12.2023

      Mit einem Glas Portwein in der Hand beschliesst Andreas Thiel das Jahr – am Kaminfeuer sinnierend über die Jungfrau Maria, den anthroposophischen Zirkel seiner Urgrossmutter in Theresienstadt, den Bart des Propheten, die Wurzeln des deutschen Nationalismus im Alten Testament und den damit verbundenen Glauben an eine jüdische Weltverschwörung – und kommt zum schluss, dass hinter allem die Fifa steckt.

      zur Sendung
    • Philosophieren: „Feiern“ (Wdh.) Montag, 25.12.2023

      Die Kontrafunk-Philosophen widmen sich diesmal dem Feiern. Das Phänomen ist schwer zu greifen. Was macht eine Feier aus? Gästeliste, Festsaal, Gewänder, rituelle Formeln, Musik? Welche Rolle spielt die feierliche Stimmung? Was erfahren wir über unser Menschsein, wenn wir feiern? Vielleicht ist das Fest eine sinnliche Selbstvergewisserung in Bezug auf unsere kulturelle Identität. Das würde bedeuten: Wer den Menschen ihre Feste verbietet, raubt ihnen die Wurzeln.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 70: Die Aufhebung der Ewigkeit Sonntag, 24.12.2023

      Das Neue Testament bedeutet die Quadratur des Kreises. Alle älteren Schriften erzählen von der Entstehung des Bösen im Himmel, der daraus resultierenden Trennung von Gott und einem Sturz in die ewige Verdammnis. Das Neue Testament handelt von einem Paradoxon, nämlich vom Ende dieser Ewigkeit. Jesus hebt zwar nicht die Verdammnis an sich auf, beendet aber deren Ewigkeit. Die Erlösung bedeutet somit nicht die Eliminierung des Bösen, denn das Böse in uns selbst müssen wir alle selber besiegen, sondern das Ende der Herrschaft Luzifers über die mit ihm Gestürzten. Die Kette der Knechtschaft ist zerrissen, die Himmelstore sind wieder geöffnet. Aber den Weg zurück gehen muss jeder selber.

      zur Sendung
    • Philosophieren #46: „Schenken“ Montag, 18.12.2023

      Wer schenkt, zeigt sich selbstlos und wird seinerseits durch Freude und Dankbarkeit entlohnt. Doch die vermeintlich harmlose Geste des Gebens führt nicht nur in ein Labyrinth sozialer Verbindlichkeiten und Erwartungen, sondern konfrontiert uns auch mit dem ganzen Spektrum seelischer Verkrampfungen, so dass man den Eindruck gewinnen kann, dass jedes Geschenk umzingelt ist von Fettnäpfchen, die nur darauf warten, dass jemand hineintritt. Höchste Zeit für eine philosophische Umkreisung des Themas Schenken.

      zur Sendung
    • Der kalte Krieg um die Familie (Wdh. vom 3. September 2023) Sonntag, 17.12.2023

      In seinem Vortrag verfolgt Norbert Bolz die These, dass wir in einem Zeitalter kalter Kriege leben. Kalter Krieg herrscht zwischen Männern und Frauen, zwischen Alten und Jungen. Kalter Krieg herrscht zwischen Eltern und Kinderlosen, zwischen berufstätigen Frauen und Hausfrauen. Kalter Krieg herrscht zwischen Familien und Staat. Bekanntlich ist dies auch ein Zeitalter des radikalen Individualismus, der nicht begründet werden muss und zu nichts verpflichtet. Das Thema sperrt sich gegen eine wissenschaftliche Behandlung. Denn man kann nicht „objektiv“ sein, wenn es um Fragen geht, die bis an die Wurzeln des eigenen Selbstverständnisses reichen. Es geht hier nämlich um Fragen der Identität, des Lebenssinns und des Glücks.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 69: Das Alte Testament, die Veden und die Avesta Sonntag, 17.12.2023

      Inwiefern unterscheidet sich Luzifer von Ahriman, Satan, Yima, Shiva oder Yama? Ist Christus nicht nur Logos, sondern auch Vishnu und Asha? Sind Jahwe, Brahma und Ahura Mazda identisch? Ein Who-is-who des Jenseits.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 68: Das Neue Testament im Licht altpersischer Schriften Sonntag, 10.12.2023

      Warum musste Christus kommen und uns mit Gott versöhnen? Was hatte zur Trennung von Gott geführt? Die Puzzleteile sind in Form alter Schriften über die halbe Welt verstreut. Ein Bogen vom Alten Testament über den tibetischen Buddhismus zu zoroastrischen Hymnen bringt Licht ins Dunkel.

      zur Sendung
    • Philosophieren #44: „Handeln“ Montag, 04.12.2023

      „Weil jeder Mensch auf Grund des Geborenseins ein initium, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen“, schreibt Hannah Arendt in einem ihrer bedeutendsten Werke, der „Vita activa oder Vom tätigen Leben“. Matthias Burchardt und Alexander Christ zeichnen in dieser Folge von Philosophieren im Kontrafunk die Grundzüge der „Vita activa“ nach und diskutieren darüber, inwiefern das „Handeln“ die besondere Fähigkeit hat, Beziehungen zu stiften.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 67: Was ist neu am Neuen Testament? Und was ist alt am Alten? Sonntag, 03.12.2023

      Warum strickende Omas logischer denken, Bienen Buddhisten sind, Shiva eine Schlange hat und Jesus mehr als nur ein Wort ist. Andreas Thiel begibt sich auf die Suche nach der weihnachtlichen Frohbotschaft.

      zur Sendung
    • Philosophieren #43: „Überwachen“ Montag, 27.11.2023

      Überwachung verspricht Sicherheit durch Kontrolle und etabliert Formen der Machtausübung und -sicherung. Mit dem Theoriearsenal von Michel Foucault untersuchen Alexander Christ und Matthias Burchardt das Phänomen der allgegenwärtigen Blicke, mit denen der große Bruder gesellschaftliche Verhältnisse schafft. Dabei zeigt sich, dass es aktuell durchaus eine Gnade sein kann, ununterscheidbar zu sein.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 66: Demokratie 11 – Die Politik des Nichteintretens Sonntag, 26.11.2023

      Thiels Schlussbetrachtungen über die Demokratie: Während sich das Parlament für jede Ideologie instrumentalisieren lässt, zeigt das Volk ein gesundes Desinteresse an Ideologien. Deshalb muss in einer demokratischeren Zukunft das Parlament ersetzt werden durch das Volk. Wenn sich eine Mehrheit der Stimmbürger der Stimme enthält, dann gehört die entsprechende Abstimmungsvorlage vom Tisch genommen. Ist die Stimmenthaltung grösser als die Zustimmung, dann ist das Stimmvolk auf die Vorlage nicht eingetreten. In der Schweiz lag die Wahlbeteiligung bei der letzten Parlamentswahl deutlich unter 50 Prozent. Würde das Parlament das Mehrheitsprinzip respektieren, wäre ihm aufgefallen, dass eine Mehrheit der Wähler kein Parlament gewählt hat.

      zur Sendung
    • Philosophieren #42: „Trinken“ Montag, 20.11.2023

      In der Folge 42 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem Ort der gepflegten Trunkenheit vor Glück, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Trinken in all seinen Formen. Wir frönen dem Alkohol und erhoffen uns, dass im Wein die Wahrheit zu finden sei, aber wir zelebrieren auch die Teezubereitung und saufen am Ende Wasser, um nicht zu verdursten.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 65: Demokratie 10 – Der Staat braucht Konkurrenz Sonntag, 19.11.2023

      Was machen die alten Freiheitskämpfer auf gut bezahlten Verwaltungsposten? Wie anarchistische Punks zu frustrierten Staatsangestellten wurden. Mit Angestellten, deren Motivation, für den Staat zu arbeiten, nicht der Wunsch ist, dem Bürger zu dienen, sondern für viel Geld und quasi unkündbar keine Verantwortung tragen zu müssen, ist kein Staat zu machen. Eine solche Verwaltung gehört ins reinigende Bad des Wettbewerbs getaucht. Auch der Staat braucht Konkurrenz dazu, sich weiterzuentwickeln.

      zur Sendung
    • Philosophieren #41: „Spielen“ Montag, 13.11.2023

      Das Spiel hat keinen guten Ruf. Es gehört scheinbar in die Kindheit oder gilt als müßige Zerstreuung in der Freizeit. Alexander Christ und Matthias Burchardt nehmen einen Gedanken Friedrich Schillers auf, der besagt, der Mensch sei nur dort ganz Mensch, wo er spiele. In dieser Perspektive gewinnt das Spiel eine tiefere Bedeutung. Dadurch wird auch nachvollziehbar, warum die Politik sich seiner so gern bemächtigt.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 64: Demokratie 9 – Evolution statt Revolution Sonntag, 12.11.2023

      Wer oder was ist der Staat? Die Loyalität des Bürgers gilt weder Politik noch Verwaltung, sondern der Gesellschaft, die er mitträgt und welche ihn mitträgt. Die Loyalität von Politik und Verwaltung hingegen gilt nicht der Gesellschaft, sondern dem Staat. Weder Politiker noch Verwaltungsangestellte sind tragende Elemente der Gesellschaft. Sie werden vielmehr von der Gesellschaft getragen. Weder Politik noch Verwaltung sind staatstragend. Staatstragend ist die Gesellschaft. Politik und Verwaltung stellen eher eine Gefahr dar für die Gesellschaft und somit für den Staat an sich. Trotzdem würde deren Zerschlagung ins Chaos führen. Nicht Revolution bringt die Gesellschaft weiter, sondern Evolution.

      zur Sendung
    • Philosophieren #40: „Definieren“ Montag, 06.11.2023

      Alexander Christ und Matthias Burchardt diskutieren diesmal über Sinn und Unsinn von Definitionen. Dienen sie der Erkenntnis und der Verständigung, oder schaden sie eher? Welche Rolle spielt der „Marsch durch die Definitionen“ (J. Kraus)? Wer darf sich zu den Definitionshoheiten zählen? Nebenbei wird auch definiert, wer die Kinder vom Bofrost-Mann sind.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 63: Demokratie 8 – Die Agenda der Rückgratlosen Sonntag, 05.11.2023

      Wären Politiker Ärzte, würden sie Krankheiten nicht kurieren, sondern verbieten. Die Fehler passieren nicht im Volk, sondern im Parlament. Seine eigene Stimme kann man weder wirkungsvoll missbrauchen noch zu Geld machen. Die Stimmen der Wähler hingegen schon. Das Parlament ist ein Überbleibsel der Aristokratie. Andreas Thiel dringt vor zum Kern des Problems.

      zur Sendung
    • Philosophieren #39: „Trauern“ Montag, 30.10.2023

      In der Folge 39 von „Philosophieren“ im Kontrafunk, dem Ort, an dem manchmal auch Ratlosigkeit erlaubt ist, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ dieses Mal aus Anlass des Todes von Gunnar Kaiser über das Trauern allgemein und über die ganz persönliche Trauer, die die beiden mit dem Verstorbenen verbindet.

      zur Sendung
    • Yoyogaga 62: Demokratie 7 – Der Fehler im System ist das Parlament Sonntag, 29.10.2023

      Ein Volk, das sich selbst beherrscht, kann nicht viel falsch machen. Dank der Trägheit der Masse bleibt eine Demokratie stabil, solange die Macht gleichmäßig auf alle Bürger verteilt bleibt. Der einzige Fehler, den ein Volk begehen kann, ist es, die Macht zu delegieren. Mit der Schaffung eines Parlaments gibt das Volk die Macht aus der Hand und schafft die Demokratie ab. Die Parlamentsherrschaft ist eine klassische Aristokratie. Unsere als Demokratie verkleidete Aristokratie hängt ihrerseits an den Fäden der Bürokratie. Die wahre Macht liegt heute bei der Verwaltung. Und diese wählt sich selbst.

      zur Sendung
    • Matthias Burchardt und Gunnar Kaiser Samstag, 28.10.2023

      Am 12. Oktober ist Gunnar Kaiser gestorben. Aus diesem Anlass wiederholen wir in unserer Sendung „Tondokument“ ein Gespräch, das Matthias Burchardt mit dem Philosophen, Autor, Lehrer und Blogger führte. Themen waren die Verwerfungen der Gegenwart und mögliche heilsame Perspektiven. Kaiser war in der Corona-Zeit einer der bekanntesten Maßnahmenkritiker. Auf besonnene und nachdenkliche Weise trat er für einen offenen Dialog und für die Wahrung der Freiheit ein. Das Gespräch fand am 24. Juni 2022 im Rahmen der Sendereihe „Irrlichter und Fixsterne“ im Kontrafunk statt.

      zur Sendung
    • Philosophieren #38: „Zweifeln“ Montag, 23.10.2023

      In Folge 38 von „Philosophieren“, dem Fegefeuer der falschen Gewissheiten im Kontrafunk, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über einen der wichtigsten Begriffe in der Philosophie, über das Zweifeln. Wir wandern mit Sokrates, Metrodoros, Descartes, Pascal und Montaigne durch alle Wechselbäder des Zweifels und versuchen zu erklären, worin die Gefahren dauernden Zweifelns, aber auch die Chancen angemessener Zweifel liegen können. 

      zur Sendung
    • Yoyogaga 61: Demokratie 6 – Die organisierte Unterdrückung von Minderheiten Sonntag, 22.10.2023

      Einem Volk steht entweder ein Einzelner vor, eine Gruppe oder keiner. Das sind die gesellschaftlichen Grundformen: Monarchie, Oligarchie und Anarchie. Die meisten Herrschaftssysteme sind Oligarchien: Theokratie, Aristokratie, Plutokratie, Bürokratie usw. Oligarchie bedeutet die Vorherrschaft weniger. Der Demokratie steht niemand vor (griech. archein), sie kennt aber wohl eine Machtausübung (griech. kratein). Demokratie heisst: „Das Volk übt die Macht aus.“ Da die Demokratie keine Vorherrschaft kennt, ist sie eine Form der Anarchie („keine Vorherrschaft“), in welcher die Machtfrage allerdings geklärt ist. Der Parlamentarismus, den wir fälschlicherweise als demokratisch bezeichnen, ist eine Aristokratie, eine „Herrschaft von Privilegierten“, in welcher die Macht an wenige delegiert wird, und damit eine Spielart der Oligarchie. Nur die direkte Demokratie ist eine echte Demokratie, womit die Probleme allerdings erst anfangen: Mit jedem Mehrheitsentscheid wird eine Minderheit unterdrückt. Wohin führt uns das nun wieder?

      zur Sendung
    • Leib und Speise: Küchenphilosophie Mittwoch, 18.10.2023

      Essen und Trinken sind Tätigkeiten, die wir Menschen mehrmals täglich verrichten, meist ohne uns im Klaren darüber zu sein, dass über die lebenswichtige Nahrungsaufnahme hinaus unser gesamtes Dasein von diesen Tätigkeiten beeinflusst, wenn nicht sogar bestimmt wird. So hat der Mensch abseits der physischen Notwendigkeit dem Essen und Trinken eine seelische und auch eine spirituelle Dimension verliehen, die Markus Vahlefeld in einem kurzen Brevier umreisst. Damit alle Theorie nicht grau bleibt, berichtet der Freie Bauer Thomas Frenk aus dem Oberrheinischen vom Stand der Ernte und wie sich die politische Großwetterlage auch auf die Bauern auswirkt.

      zur Sendung
    • Philosophieren #37: „Schreiben“ Montag, 16.10.2023

      „Wer schreibt, der bleibt“, lautet ein bekannter Sinnspruch, der nicht nur von der Eitelkeit der Autoren berichtet, sondern auch von der Seinsweise der Schrift. Was macht das Schreiben aus? Sind unsere Zeilen mehr als die Schatten gesprochener Worte? Welche Bedeutung haben unsere Schreibgeräte und Schriftträger (Stein, Papier, Bildschirme)? Kann eine KI schreiben? Philosophieren Sie mit Alexander Christ und Matthias Burchardt über das bemerkenswerte Phänomen des Schreibens.

      zur Sendung
    • Yoyogaga – Folge 60: Demokratie 5 – Die Egalisierung der Eliten Sonntag, 15.10.2023

      Die Demokratie hebt sich auf subtile Weise von der Anarchie ab. Anarchie bedeutet Herrschaftslosigkeit. In einer Anarchie ist der Thron verwaist. Anarchie währt selten lange, denn Menschen, die den Thron besteigen wollen, gibt es viel zu viele. Deshalb besteht die Idee der Demokratie darin, den Thron zu verteidigen, mit dem einzigen Zweck, dass sich niemand draufsetzen kann. Demokratie herrscht, wenn ein Volk die Macht nicht nur besitzt, sondern sie auch so festhält und verteidigt, dass niemand diese an sich reissen kann. Die Demokratie ist die gemeinsame, geordnete und aktive Verteidigung der Herrschaftslosigkeit. Der subtile Unterschied zur Anarchie besteht in einer kaum sichtbaren weil transparenten Ordnung. Während die Anarchie ein Machtvakuum bildet, füllt die Demokratie den Thronsaal mit Luft. In der Demokratie herrscht Freiheit mit leichtem Überdruck.

      zur Sendung
    • Ludgers Welt: Die Würde des Menschen ist … was? Mittwoch, 11.10.2023

      „Stille ist ein Feind geworden“, sagt Franziskanerbruder Peter Amendt aus Düsseldorf und fragt: „Haben wir die Fähigkeit zu Stille und innerer Einkehr verloren?“ Gemeinsam mit Michael Beilmann steht Bruder Peter für die gemeinnützige Aktion „Vision:teilen“, die nicht nur von Nächstenliebe lebt, sondern auch von Eigenliebe, Selbstfindung, Selbstbewusstsein. „Alleinsein kann Quelle einer großen Kreativität sein“, meint Bruder Peter und ergänzt mit feinem Humor: „Einstein hätte es nichts genutzt, wenn er um die ganze Welt gejettet wäre und jeden gefragt hätte, was er von seinen Theorien hält.“ Michael Beilmann liegt die Würde des Menschen am Herzen, ihr hat er jüngst ein eigenes, neues Magazin gewidmet.

      zur Sendung
    • Philosophieren #36: „Irren“ Montag, 09.10.2023

      Wir irren stets, wo wir streben … Irrtum, Wahrheit, Lüge, diese drei Begriffe liegen nah beieinander. Unter ihnen ist der Irrtum eine der wirkungsvollsten Kulturtechniken auf dem Weg des Lebens. Mit dem Verirren und dem Irrtum befassen sich Matthias Burchardt und Alexander Christ in dieser Folge von Philosophieren im Kontrafunk und sind damit einmal mehr der Ariadnefaden im Weltenlabyrinth.

      zur Sendung
    • Yoyogaga - Folge 59: Demokratie 4 – Was ein Volk will, ist selten, was es braucht Sonntag, 08.10.2023

      Die Demokratie ist ein Gesellschaftsvertrag. Dieser beinhaltet ein Verteidigungsbündnis gegen innen. Man garantiert sich gegenseitig Schutz vor individuellen Übergriffen. Das ist unwirksam ohne Verteidigungsbündnis gegen aussen. Man garantiert sich unter Demokratien gegenseitig Schutz vor kollektiven Übergriffen. Wer ermächtigt ein Volk, solche Verträge abzuschliessen?

      zur Sendung
    • Schweizerzeit: War Barbro Karlén die Reinkarnation von Anne Frank? Montag, 02.10.2023

      Thomas Meyer ist ein anthroposophischer Philosoph und seit 1985 als freier Publizist und Autor tätig. 1990 gründete er den Perseus-Verlag, wo er unter anderem die Werke der schwedischen Schriftstellerin Barbro Karlén herausgibt. Barbro Karlén war ein Wunderkind, das mit elf Jahren den ersten Bestseller schrieb. Karlen glaubte seit ihrer frühen Kindheit, die Reinkarnation von Anne Frank zu sein. Zeit ihres Lebens wurde sie dafür geächtet, ausgegrenzt und mundtot gemacht. Corinna Zigerli hat mit Thomas Meyer gesprochen. Hier erzählt er Karléns aussergewöhnliche Geschichte.

      zur Sendung
    • Philosophieren #35: „Beleidigt sein“ Montag, 02.10.2023

      „Ich bin beleidigt“, sagt Alexander Christ und fühlt sich dabei in einem tiefen Gerechtigkeitsgefühl verletzt. Matthias Burchardt dagegen behauptet von sich, eigentlich nie beleidigt zu sein. Was genau steckt hinter diesem Beleidigtsein? In „Philosophieren“ im Kontrafunk gehen wir in dieser Folge der Frage nach, wie man beleidigt ist und wird – und wie man aus dieser misslichen Lage herauskommen kann.

      zur Sendung
    • Yoyogaga: Demokratie 3 – Ein Volk von Mitläufern Sonntag, 01.10.2023

      Die Mitläufer stabilisieren sowohl die Demokratie wie auch die Diktatur. In einer Demokratie nennt man sie Pragmatiker, in einer Diktatur Opportunisten. Das Volk sind die Mitläufer. Wie soll sich ein Volk von Mitläufern selbst regieren? Kraft seines Desinteresses an der Macht. Das Desinteresse der Mitläufer an der Politik ist vorbildlich.

      zur Sendung
    • Lesestunde: „Die wunderbare Reise des Herrn Maria“ von Eugen-Maria Schulak Donnerstag, 28.09.2023

      In unserer Lesestunde liest der österreichische Schriftsteller, Philosoph und Musiker Eugen-Maria Schulak aus seinem Roman „Die wunderbare Reise des Herrn Maria“. Nach seiner letzten botanischen Expedition sitzt Herr Maria, von einer tödlichen Krankheit bedroht, in Quarantäne. Die ihm verbleibende Zeit will er dazu nutzen, wichtige Momente seines Lebens noch einmal eingehend zu betrachten. Diese werden von einem angeheuerten Philosophen gedeutet, so dass der Protagonist am Ende sich selbst und die Welt ein bisschen besser versteht. „Die wunderbare Reise des Herrn Maria“ ist 2022 im Amalthea-Signum-Verlag erschienen.

      zur Sendung
    • Philosophieren #34: „Sehen“ Montag, 25.09.2023

      Einäugige Kanzler, Blinde, die Blinde führen und prompt in die Grube stürzen, Schattenspiele, die Unwissende für die wahren Dinge halten, eine Operation am offenen Auge, das göttliche Licht der Sonne – wie hängt all das zusammen? In dieser Folge von „Philosophieren“, der Camera obscura im Kontrafunk, sprechen Matthias Burchardt und Alexander Christ über das Sehen und eine persönliche Erfahrung, die zu weitreichenden philosophischen Betrachtungen führt.

      zur Sendung
    • Yoyogaga: Demokratie 2 – Das Volk sind alle Sonntag, 24.09.2023

      Wie macht man aus schlechten Demokraten gute Demokraten? Am besten gar nicht. Jeder Versuch, Menschen demokratisch zu erziehen oder auch nur für die Demokratie zu begeistern, bedeutet Propaganda, Indoktrination und Bevormundung. Nichts wäre undemokratischer. Aber wie kommt man als Minderjähriger zu einem Waffenschein? Nichts einfacher als das.

      zur Sendung
    • Philosophieren #33: „Blicken" Montag, 18.09.2023

      Gaffen, stieren, beobachten – oder einfach nur blicken. Das Blicken ist oftmals in Gefahr, über- oder falsch interpretiert zu werden. Gibt es etwa einen „typisch männlichen Blick“? Darüber sprechen die beiden Männer Matthias Burchardt und Alexander Christ, natürlich mit einem ganz subjektiven Blick auf dieses Thema. Dabei wagen sie eine vielleicht überraschende These: Es geht darum, nicht die Frau auf ihre Sexualität zu reduzieren, sondern die reduktionistische Dinglichkeit und Funktionalität der Welt im Licht des Weiblichen zu überwinden. Es geht also jeweils darum, die Welt im Licht der Geschlechter zu sehen.

      zur Sendung
    • Yoyogaga: Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum? Andreas Thiel beginnt, über Demokratie nachzudenken Sonntag, 17.09.2023

      Wenn Andreas Thiel über Demokratie nachdenkt, ist das durchaus als Drohung aufzufassen. Auch wenn wir nicht wissen, worauf das hinausläuft, so steht fest, dass alte Gewissheiten fallen werden. Wird er es auch bei diesem Thema wieder schaffen, neue Perspektiven zu erschließen?

      zur Sendung
    • Dinner mit Input: Michael Esfeld - Hans-Georg Maaßen Samstag, 16.09.2023

      In unserer Sendung „Tondokument“ bringen wir einen leicht gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung „Dinner mit Input“, die am 10. August in Kloten in der Schweiz stattfand. Die Gäste nahmen Stellung zu den Themen Wissenschaft, Klima, Demokratie und Totalitarismus. Es sprachen der Philosoph Prof. Dr. Michael Esfeld und der Jurist, CDU-Politiker und ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Dr. Hans-Georg Maaßen. Veranstalter waren Remko Leimbach und Mirco Pin unter dem Patronat von Aufrecht Zürich.

      zur Sendung
    • Philosophieren #32: „Modellieren“ Montag, 11.09.2023

      In Folge 32 von „Philosophieren“ ist der Mathematiker Prof. Dr. Bernd Simeon zu Gast bei Matthias Burchardt. Die beiden diskutieren über die Macht und Erkenntniskraft von mathematischen Modellen. In der wissenschaftlichen Diskussion werden Möglichkeiten und Grenzen der Computersimulation sorgfältig abgewogen. In der Politik dagegen mutiert diese zu einem Herrschaftsmittel zur Absicherung von Ideologien und der sachzwanghaften Durchsetzung radikaler Eingriffe in das Leben der Bürger. Was wird aus der Mündigkeit der Menschen, wenn sie blind den Orakelsprüchen der Maschine vertrauen? Was bleibt vom Politischen, wenn wir alle zu Modellinsassen degenerieren? Bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. 

      zur Sendung
    • Yoyogaga: Randnotizen zur Wechselwirkung von Humor und Religion Sonntag, 10.09.2023

      Beim Tibetischen Totenbuch fängt der Humor der Tibeter an, beim Tibetischen Buttertee hört Thiels Humor auf. Nach vierzehn Sendungen über den Humor und das Lachen fügt Thiel mit diesen Fussnoten unter anderem tantrische Betrachtungen über Hitlers Herzchakra hinzu und sinniert darüber, ob Mohammeds mangelnde Zeugungskraft nicht eventuell von einem schwarzen Humor Gottes zeuge. Um der Rache der Humorlosen zuvorzukommen, verliest Andreas Thiel zum Schluss auch gleich selber noch seinen eigenen Nachruf.

      zur Sendung
    • Philosophieren #31: „Heimkehren“ Montag, 04.09.2023

      Nach dem Sommerfestival kehren Matthias Burchardt und Alexander Christ zurück ans Mikrofon und philosophieren über ebendieses „Heimkehren“. Nicht immer glückt nämlich die Heimkunft, wie schon Odysseus und Franz Kafka wussten, denn nicht die Überwindung des Raumes allein trägt dazu bei, sondern auch das Wiedereinflechten der eigenen Geschichte in das Gewebe des Zuhauses muss vollbracht werden. Was aber, wenn es keinen Ort gibt, an den ich gehöre? Und keinen Kreis von Menschen, denen ich zugehöre?

      zur Sendung
    • Yoyogaga: Kulturelle und religiöse Aspekte des Humors Sonntag, 03.09.2023

      Der Deutsche ist entweder richtig lustig oder richtig ernst. Der Österreicher ist eigentlich immer lustig, selbst wenn er ernst ist. Österreichische Ernsthaftigkeit manifestiert sich in einer Mischung aus Spaß und Verachtung. Der Schweizer ist nie wirklich ernst, aber auch nie wirklich lustig. In der Schweiz dient der Humor der Konsensfindung. Österreich erträgt selbst ein Österreicher nur mit Humor. Und in Deutschland ist der Humor grenzenlos, allerdings nur innerhalb erlaubter Spaßzonen. Der Humor wurde von Juden erfunden, von Christen unter die Gürtellinie verlegt und von Muslimen unter Strafe gestellt. Einen atheistischen Humor gibt es nicht, denn Humor ist göttlich.

      zur Sendung
    • Norbert Bolz: Der kalte Krieg um die Familie Sonntag, 03.09.2023

      Norbert Bolz verfolgt in diesem Vortrag die These, dass wir in einem Zeitalter kalter Kriege leben. Kalter Krieg herrscht zwischen Männern und Frauen, zwischen Alten und Jungen. Kalter Krieg herrscht zwischen Eltern und Kinderlosen, zwischen berufstätigen Frauen und Hausfrauen. Kalter Krieg herrscht zwischen Familien und Staat. Bekanntlich ist dies auch ein Zeitalter des radikalen Individualismus, der nicht begründet werden muss und zu nichts verpflichtet. Das Thema sperrt sich gegen eine wissenschaftliche Behandlung. Denn man kann nicht „objektiv“ sein, wenn es um Fragen geht, die bis an die Wurzeln des eigenen Selbstverständnisses reichen. Es geht hier nämlich um Fragen der Identität, des Lebenssinns und des Glücks.

      zur Sendung
    • Michael Andrick: Wie war das möglich? Samstag, 02.09.2023

      In unserer Sendung „Tondokument“ hören Sie diesmal verschiedene Texte, die der Philosoph und Publizist Michael Andrick innerhalb der Veranstaltungsreihe „Denkraum“ des Kulturkreises Pankow am 12. Juli in Berlin vorgetragen hat. Auf dem Programm der Lesung standen einige Passagen und Gedanken aus Andricks letztem Buch „Erfolgsleere“, eine Reihe von Texten aus der „Berliner Zeitung“ und dem Deutschlandfunk Kultur sowie der aktuelle Stand des Einleitungskapitels seines neuen Buchs „Peinliches Schweigen“, das im Frühjahr 2024 bei Westend erscheinen wird.

      Die Internetseite des Kulturkreises Pankow erreichen Sie unter https://kulturkreis-pankow.de/

      zur Sendung
    • Sommerfestival – Philosophieren: Berühren Montag, 28.08.2023

      Best of „Philosophieren“: Berühren

      Die Philosophie vermag über das Alltägliche zu staunen. Welches Wunder geschieht uns in der Berührung? Alexander Christ und Matthias Burchardt erkunden die Weise, wie wir miteinander und mit der Welt in Kontakt kommen, und stoßen dabei auf bemerkenswerte Einsichten über den Körper und den Leib, unsere Sehnsucht nach der Berührung und die Tristesse des „Social Distancing“.

      zur Sendung
    • Sommerfestival: Best of „Yoyogaga“: Was ist Humor? Sonntag, 27.08.2023

      Best of „Yoyogaga“: Was ist Humor?

      Humor hat nichts mit Lachen zu tun. Insofern ist die „Humor- und Lachforschung“, wie sie an staatlichen Universitäten betrieben wird, ein Witz. Denn Humor ist die Fähigkeit, emotionale Distanz zu gewinnen, wohingegen das Lachen einen unkontrollierten Gefühlsausbruch darstellt. Nicht das Lachen eines Menschen zeugt von Humor, sondern sein Lächeln. Humor bedeutet geistige Flexibilität und beschreibt philosophisch betrachtet sogar die höchste Form von Erkenntnis. Nur wer die Angewohnheit hat, die Dinge aus großer Distanz zu betrachten, sieht sie in einem größeren Zusammenhang und damit vielleicht das Ganze. Das Gegenteil von Humor ist Ignoranz, das Nichterkennen und somit die Frustration. Der Humor ist Teil des Intellekts, und dieser hat nichts mit Intelligenz zu tun. Hier wird eine der bemerkenswertesten Charaktereigenschaften seziert, mit welcher der liebe Gott uns Menschen gesegnet hat.

      zur Sendung
    • Sommerfestival – Philosophieren: Schweigen Montag, 21.08.2023

      Best of „Philosophieren“: Schweigen

      „Wenn du geschwiegen hättest, so wärest du ein Philosoph geblieben“, so lautet ein dem Boethius zugeschriebener berühmter Ausspruch. Bedeutet dies auch für Matthias Burchardt und Alexander Christ, sie hätten besser geschwiegen? Vielleicht aus Ehrfurcht vor all den klügeren Stimmen der Tradition oder aus Respekt vor dem Anspruch der jeweiligen Sache? Warum sagen wir überhaupt etwas und nicht etwa nichts? Schweigen kann vielerlei Beweggründe haben, zum richtigen Moment eingesetzt, wird es jedenfalls beredt und enthält selbst eine Aussage. Wir denken über die Ästhetik des Schweigens nach und differenzieren zwischen den Begriffen Schweigen, Stille und Ruhe. Schließlich wenden wir uns der Un-Kultur unserer heutigen Zeit zu, im Gerede mit vielen Worten nichts zu sagen, und stellen dem eine Kultiviertheit des Zuhörens und des Schweigens entgegen.

      zur Sendung