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    Donnerstag, 11. Januar 2024, 5:05 Uhr
    Donnerstag, 11. Januar 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 15:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 11. Januar 2024

    Benjamin Gollme im Gespräch mit Alexander Eisenkopf, Alex Baur und Johannes Resch – Kontrafunk-Kommentar: Peter J. Brenner
    • Die Deutsche Bahn kommt schon lange nicht mehr pünktlich und während des GDL-Streiks meist gar nicht mehr. Benjamin Gollme spricht mit dem Ökonomen Prof. Alexander Eisenkopf über den Ausstand der Lokführer und wann die Bahn wieder aus der Krise fährt. Eine andere Perspektive auf unsere Kleinsten bekommen wir mit dem Neurologen und Psychiater Dr. Johannes Resch. Resch warnt vor dem Trend zur Kinderkrippe. Aus seiner Sicht sind die ersten Lebensjahre die wichtigsten und sollten mit den Eltern, insbesondere der Mutter verbracht werden. Und unser Südamerika-Korrespondent Alex Baur berichtet von Ecuador und Argentinien. Während in Ecuador die Gewalt zwischen Regierung und Kartellen eskaliert, hat der argentinische Präsident Javier Milei den ersten Monat seiner Amtszeit absolviert.

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Alexander Eisenkopf

      Streik der Lokführergewerkschaft GDL

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Johannes Resch

      Kontroverse um die ersten Lebensjahre: welche Betreuung ist die beste?

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Alex Baur

      Die Lage in Argentinien und Ecuador

    • Kontrafunk-Kommentar von Peter J. Brenner

      Bauernproteste

      Ein Hauch von Weltgeschichte wehte am 4. Januar 2024 über die nordfriesische Küste. In der medialen Berichterstattung wurde der kleine Hafenort Schlüttsiel in eine Reihe mit den großen Metropolen der Welt gestellt. Denn so wie in Washington das Kapitol und in Berlin der Reichstag gestürmt worden waren, so wurde in Schlüttsiel eine Fähre mit einem deutschen Bundesminister – ja, was eigentlich: gestürmt, gekapert, bedroht, am Anlegen gehindert; man weiß es nicht genau. Jedenfalls ist ein Minister, der zusammen mit seinen Personenschützern auf einer Fähre vor seinem Wahlvolk flieht, um dann später im Schutze der Dunkelheit an Land zu gehen, ein Bild, das wohl in das kulturelle Gedächtnis der Bundesrepublik eingehen wird.

      Schadenfreude liegt nahe, aber angebracht wäre eher Mitleid. Möglicherweise hat der Wirtschaftsminister die Episode in Schlüttsiel wirklich als eine tödliche Bedrohung wahrgenommen. Die Protestwirklichkeit, mit der er und die gesamte Bundesregierung sich auf Deutschlands Straßen konfrontiert sehen, ist jedenfalls eindrucksvoll. Jetzt sind es nicht mehr nur ein paar verschüchterte Corona-Demonstranten, die von Polizeikräften umzingelt werden, jetzt sind es Hunderte und manchmal, wie in München und Berlin, Tausende von Traktoren, von denen jeder ein Leergewicht von 10 bis 15 Tonnen auf die Straße bringt. 

      Nachdem er sich von seiner politischen Nahtoderfahrung erholt hatte, erließ der Minister vom sicheren Hafen seines Ministeriums aus eine Videobotschaft an sein Volk; ein larmoyantes Dokument der Zeitgeschichte, in dem die Dinge zurechtgebogen werden. Die Protestbewegung deutet der Minister als Ausdruck einer globalen Verschwörung, als einen der finanzkräftigen Drahtzieher benennt er allen Ernstes den russischen Präsidenten Putin, und man muss inzwischen befürchten, dass er das wirklich selbst glaubt. 

      Aber es ist nicht Putin, der gegen die Regierung protestiert, es ist der Mittelstand, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft; es sind Landwirte, Handwerker, Gastronomen, Spediteure, Lebensmittelhändler, deren Existenzgrundlage durch die Politik systematisch unterminiert wird. Die Erhöhung der Diesel- und der KFZ-Steuer, die Reduzierung der Anbauflächen, die Düngemittelverordnung, die Vorschriften für die Nutztierhaltung bei den Landwirten; die Erhöhung der LKW-Maut im Transportgewerbe; die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie bringt diese Branchen in Existenznot und verteuert die Lebenshaltung für jeden einzelnen Bürger in Deutschland. 

      In dieser Regierung hat man bekanntlich ein notorisch schlechtes Gedächtnis. Möglicherweise erinnert man sich nicht mehr an den Aufruhr der Gelbwesten 2018 und 2019, die Frankreich monatelang in Unruhe versetzt und zeitweise auch lahmgelegt haben. In Deutschland gibt es andere Protesttraditionen und die Protestmilieus sind anders strukturiert, nicht zuletzt deshalb, weil der Gegensatz zwischen Stadt und Land im zentralistischen Frankreich sehr viel schärfer ausgeprägt ist. 

      Irgendwann werden auch die deutschen Bauern wieder ihre Felder bewirtschaften müssen und der Protest wird abebben. Aber das Problem wird bleiben, und das Problem ist nicht wirklich das Geld. Die für die Landwirtschaft vorgesehenen Zusatzbelastungen belaufen sich auf ziemlich genau den Betrag, den die Bundesregierung gerade für die Erweiterung des Bundeskanzleramtes ausgibt. Für die Bauern ist das existenzgefährdend, für die Regierung ein Bagatellposten im Bundesetat, den man mal so nebenbei für das eigene Wohlbefinden ausgibt. 

      Bei den Protesten geht es auch, aber es geht nicht nur um Geld. Es geht um konkurrierende Lebensformen und Wertvorstellungen in diesem Land. 

      Die protestierenden Landwirte betteln nicht, sie verlangen weder Sozialhilfe noch Bürgergeld; was sie verlangen, ist, dass sie frei von staatlicher Gängelung und maßloser Besteuerung in einer funktionierenden Umgebung ordentlich leben und in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen können. Mit ihrer lokalen Verwurzelung, dem eigenen Hof, auf dem sie manchmal schon jahrhundertelang ansässig sind, sind sie der Gegenentwurf zum kulturellen Hegemonieanspruch der politischen Klimagipfeltouristen und der medialen Empörungseliten.

      In der deutschen Landwirtschaft sind gut 900.000 Menschen beschäftigt. 50,4 Prozent der Fläche der Bundesrepublik werden landwirtschaftlich genutzt, jeder Landwirt ernährt inzwischen 139 Menschen, auch Minister und Abgeordnete, und vor allem: Die Landwirtschaft ist einer der letzten verbliebenen lebenswichtigen Strukturbereiche in Deutschland, der nicht von Importen abhängt. Der Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln liegt bei 86 Prozent, bei zentralen Produkten wie Getreide, Kartoffeln, Milch und Fleisch bei 100 und mehr Prozent. Irgendwann wird auch das hegemoniale Milieu lernen müssen, dass die gesetzlich garantierte Möglichkeit, jedes Jahr sein Geschlecht wechseln zu können, nicht zur Versorgungssicherheit der Bundesrepublik beiträgt und dass man Gendersterne nicht essen kann. Anders gesagt: Auf diese Regierung und ihre Journalisten kann man verzichten, auf die Landwirte nicht. 

       

    Kommentare
    Lea
    Sehr einladens- und hörenswert zum Thema Kinderkrippe wäre auch Frau Prof. Dr. Eva Rass, die schon seit Jahrzehnten vor dem Krippenwahn warnt. Sie hat Wichtiges dazu zu sagen, wie ich finde und kann Ihre Argumente auch anschaulich vermitteln. Die frühkindliche Fremdbetreuung und ihre Risiken ist eines ihrer zentralen Themen.

    Prof. Dr. Eva Rass ist Honorarprofesso rin der Hochschule Mannheim, Doktor der Erziehungswisse nschaften, Grund- und Hauptschullehre rin und Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut in.

    In ihrer Praxis bietet sie Einzel- und Gruppentherapie , kindzentrierte Familiengespräche, Säugling/Kleinkind-Mutter/Eltern-Psychotherapie, psycho-edukative Beratung und Supervision an.

    Frau Dr. Rass übt Lehrtätigkeiten an verschiedenen Institutionen aus: Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen e.V. München, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Hochschule Mannheim (Fakultät Sozialwesen), Institut für Analytische Kinder- und Jugendlichenpsy chotherapie Heidelberg, Institut für Psychoanalyse und Analytische Psychotherapie Würzburg e. V.

    Frau Rass ist Mama einer Tochter.

    Wüstenoase
    Herr Resch trifft den Nagel auf den Kopf. Immer mehr Mütter erkennen daher, dass ihr Kinder genau ihre Mama und Papaliebe nichr nur in Qualitytime benötigen.
    Damit diese Freiheit zur Selbstbetreuung n in Zukunft jede Familie bekommt, hat das "Bündnis Rettet die Familie" eine einfache und kostenneuteale Idee entwickelt: http://www.rettet-die-familie.de/was-wollen-wir

    Gast
    Ich denke schon, dass Herr Resch recht hat. Nur muss man sich auch fragen, wer denn heute überhaupt Kinder bekommt und wieviel Fürsorge da dann überhaupt vorhanden ist. Weiter bezweifle ich, dass Kinder ab ungefähr 20 bereits einen (wirtschaftlich en) Mehrwert liefern, gerade bei den Familien, die (heutzutage) viele Kinder haben, und schon gar nicht sicher ist, wie das in Zukunft sein wird. Kinder sind am Ende, bei guter Bindung, ein Gewinn für die Eltern, die später von ihnen Zuwendung und Kümmern zurückerhalten können, was Kinderlose nur schwer bekommen wenn alleine in Pflegeeinrichtu ngen oder zuhause. An ein Fortbestehen von Sozialversicher ungen glaubt ja wohl auch keiner mehr.
    Ich sehe das schon so, dass bei (mehr) Bezahlung, die Migranten bloß noch mehr Anreiz zum Viel-Kinder-Kriegen sähen und die Kartoffeln schön weiter hirngewaschen in die Kita schickten.

    Kantapperkantapper
    Herrn Brenners Kommentar finde ich brilliant. Danke!

    Und diese immer krimineller werdende Ampelvollversag erbande sollte sich allmählich vorsehen.

    Ich würde es mitmachen, wenn die Bauern eine zeitlang nichts mehr an Produkten an den erpresserischen , gefräßigen Großhandel und Konsorten lieferten --- um den Handelskartelle n und den Halunken in Berlin maximal Druck zu machen.
    Voraussetzung: Die Bauern/Genossenschafte n bieten ihre Waren auf deren Höfen etc. weiter an Privat an und beliefern weiterhin die örtlichen Betriebe (Metzger, Bäcker usw.), damit all diese Leute weiterhin solide existieren können.

    Wir Bürger sind doch bereits gut vernetzt, und schon jetzt gibt es viele Ideen, wie wir uns vor extrem schädlichen Einflüssen aus gewissen Ländern oder globalen "Playern" und deren Organisationen schützen können.

    Einfach mal durchdenken. Für jedes Problem gibt es eine Lösung.
    Und eines ist sicher:
    Die "Ampel" ist das größte Problem, gleich nach 16 Jahren Merkel, das Deutschland je hatte.

    onckel fritz
    Capitol, Reichstag, Schlüttsielfähre erstürmt, erstürmt, erstürmt - Meista, so jroß kannick jahnich wechseln, hamset nich‘n bißchen kleena? Ja, im Capitol soll eine „Demonstra ntin“ durch einen Polizisten erschossen worden sein, man sah aber vorwiegend friedliche Bilder eines als Schamanen verkleideten älteren Herrn, der von Beamten durch die Räume geleitet wurde. Die „Erstürmung des Reichstages“ bestand im Betreten der Treppen davor durch eine jubelnde Menschenmenge mit bunten Fahnen aller Herren Länder und Vertreibung durch zwei stöckchenwede lnde Polizisten, die im Gegensatz zu ihren Kollegen in Bürgerkriegs ausrüstung nicht die Coronademonstra nten auf der Straße zusammenprügelten. Nur die emotionalisiert e Dame, die beim Leben ihrer Mutter schwor, da wäre nichts inszeniert gewesen, glaubte das wohl auch. Bilder von Beteiligten in Schlüttsiel, die NICHT von ARD und ZDF passend zusammengestopp elt waren, zeigen, dass zu keinem Zeitpunkt die Fähre gestürmt wurde; dazu hätten die Bauern ins Wasser springen und schwimmen müssen, guckstu Reitschuster. Die „Raketen auf die Fähre“ wurden mindestens 1km weit weg am Strand als Abschluss der Demo abgefeuert, als die Fähre längst wieder weg war.
    Ralabor
    Lieber Herr Professor Eisenkopf, Sie irren, wenn Sie glauben, zwischen EVG und GDL herrsche ein Überbietung swettbewerbs. Es war und ist das erklärte Ziel nicht nur des Vorstandes der DB AG, sondern auch des DGB und den mit diesem sympathisierend en Parteien, die GDL als Störfaktor auszuschalten, seit dem Zeitpunkt, ab dem sie durch die Privatisierung und die Verschmelzung mit der Reichsbahn, nach Verlust des Beamtenstatus ist für viele Mitglieder, tarif-und damit streifkfähig geworden war. Als das zunächst nicht funktionierte, wurde das sogenannte Tarifeinheitsge setz geschaffen, mit dem erklärten Ziel, so insbesondere die GDL aus dem nicht nur Eisenbahnverkeh r zu ziehen, sondern aus der gesamten Tarifgeschäft im Sinne des Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz. Mit anderen Worten: der GDL soll das Lebenslicht ausgeblasen werden und da es nicht nur bei Gewerkschaften nicht nur einen Todes-sondern auch einen Lebenstrieb gibt, bleibt dieser mehr der weniger einzigen, noch diesen Namen verdienenden Gewerkschaft nichts anderes übrig, als ohne Kampf unterzugehen oder jedenfalls zu versuchen, durch rechtsstaatlich und arbeitsrechtlic h zulässige Kampfmaßnahmen diesen Untergang abzuwenden. Wer das gesamte »Gewerksch aftswesen« als antiquiert, überflüssig, schädlich ansieht, liegt mit dem Einstimmen auf das GDL-Bashing natürlich goldrichtig. Zum Schluss:wäre es genehm gewesen, die GDL hätte1 Minute Verkürzung gefordert, um 20 Sekunden zu erreichen?
    Steff82
    Zum Thema Krippe: Wir reden hier über Babys und Kleinkinder!
    Klar brauchen die ihre Mutter und die Mutter sollte es sich auch nicht gefallen lassen, ihr Kind abschieben zu müssen, um arbeiten gehen zu können! Wie soll denn dann ein Urvertrauen beim Kind entstehen können?
    Wie können Mütter eine Bindung und Liebe zu ihrem Kind aufbauen? Ja, auch diese Richtung sollte man nicht vernachlässigen. Es wird immer so getan, als ob das bei der Mutter qua Geburt automatisch passiert. Das ist aber nicht so! Auch die Mutter muss ihr Baby erst einmal kennenlernen.

    Man darf sich die Frage stellen: Wenn mir Arbeit SO wichtig ist, WARUM bekomme ich dann ein Kind? Damit ich dann die entscheidenden Entwicklungen und ersten Momente meines Kindes verpasse, weil ich arbeiten muss?
    Dafür bekomme ich doch kein Kind, sondern weil ich mich auch darum kümmern MÖCHTE!

    onckel fritz
    Sehr verehrte Frau Steffi, als Großvater habe ich es erlebt, dass mein Enkelkind der jungen Mutti einfach so trotz Verhütung „passiert ist“, worüber sich die Eltern dennoch gefreut haben. Die Schwangerschaft und ein Jahr Stillzeit wurden wegen Beschäftigungsve rbots via bisherigem Arbeitgeber vom Sozialstaat bezahlt. Danach war sie darauf ANGEWIESEN, erwerbstätig zu sein und nicht als Frau Beamten- oder Chefarztgattin das Kind zu Hause betreuen zu können. Die Freiberuflichke it ermöglicht ihr in Grenzen, sich Arbeits- und Kinderbetreuung szeit selbst einteilen zu können. Das Kind besucht seit dem zweiten Lebensjahr stundenweise für den Kontakt mit Gleichaltrigen die Kita; die übrige Betreuung übernimmt der Hausmann und Partner. Viele alleinerziehend e Mütter sind nicht in dieser privilegierten Lage. Wollen Sie diesen allen ein schlechtes Gewissen machen? Das haben diese schon von ganz allein. Sollen Eltern von Töchtern diese wieder dazu erziehen, sich baldmöglichst in der Schule, Lehre, Hochschule einen sie versorgenden Ehemann zu suchen?
    Wüstenoase
    Deshalb benötigen Eltern echte Wahlfreiheit, wie sie hier http://www.rettet-die-familie.de/was-wollen-wir
    gefordert wird

    Exilant
    Meine Bekannte schreibt mir aus Equador, daß der Präsident im TV verkündet hat, daß jeder, der dem geflüchteten Drogenboß Unterschlupf bietet, mit restriktiven Maßnahmen zu rechnen hat: Unterstützer, auch Familienmitglie der, werden erschossen, Haus und Eigentum werden beschlagnahmt. Der Gesuchte soll noch am gleichen Tag gefaßt worden sein.
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    .. und mir erscheint Lao Youtai unerträglich inkompetent.
    Luke
    Ich würde die GDL nicht als "Bullterrier-Gewerkschaft" oder besonders aggressiv bezeichnen. Vielmehr ist es doch so, dass man sich mittlerweile schon daran gewöhnt hat, dass Gewerkschaften Teil des linksgrün, woken Systems sind und den Herrschenden liebend gerne in den A**** kriechen. Eine "normale" und traditionelle Gewerkschaft wie die GDL fällt heute halt auf, weil sie den meisten Quatsch nicht mitmachen (obwohl sie leider auch von "Klimaschutz" faseln).
    Ralabor
    Ja, so ist es. Vor lauter Kuscheleinheite n ist das Wissen darüber, dass der jetzige Stand der Behandlung der Arbeitnehmer (kann man es noch vorsichtiger ausdrücken?) nicht ausschließlich von dem natürlich stets mildtätig handelnden, wohlwollenden Arbeitgeber und der freien Entfaltung der Marktkräfte erreicht worden ist, sondern dass es dafür auch solcher Akteure bedurfte, die man früher Gewerkschaften nannte. Und wer heute nicht Klima (mit-)heult, ist ja sowieso schon verloren.
    Versteylen
    Das stimmt - und man sollte den Quatsch immer wieder benennen, weil er sonst Normalität wird - resp. müssen WIR uns die Normalität zurückholen! Daher also: Antifa-SA, Amadeo-Antonio-Stasi, rechts KEIN Synonym für rechtsradikal und rechstextrem, und ja, immer auch den sog. "Klimaschutz" lächerlich machen. Diese Hybris, diese Anmaßung zu glauben, das Klima "schützen" zu können!
    Lao_Youtai
    Also Herr Resch ist unerträglich inkompetent.
    Versteylen
    Warum? Bzw. inwiefern?
    Steff82
    Begründung? Gegenrede?
    VDB
    Als Erziehungswisse nschaftlerin kenne ich die Argumente, die Herr Resch vorträgt, seit mehr als 30 Jahren, als sich nach dem Fall der Mauer die flächendecken de Krippenbetreuun g in der DDR als das Einzige herausstellte, was für Westdeutschland übernehmens wert erschien. Anfang der 1990er Jahre gab es eine massive Kampagne, angeführt von Ärzten, gegen die Errichtung von Krippen, die sich einerseits auf die kommunistische Indoktrination von Kindheit an u. andereseits auf die Schädlichkeit der Trennung von Mutter und Kind für das Kind bezog. Allerdings nützte das nichts. Es gab ein Ausbaugesetz für Krippen, das zu einer qualitativ guten bundesweiten Weiterbildung von Erzieherinnen für die Krippe u. zu guten Neu-, Aus- u. Anbauten führte. Zusammen mit dem Elterngeld für den Bindungsaufbau im 1. Lebensjahr, das von Herrn Resch unterschlagen und von Herrn Gollme nicht nachgefragt wurde, ergibt sich das Bild einer frühkindliche n Betreuung von 1-3 Jahren in Deutschland, die wissenschaftlic h gut begründet, fachlich und engagiert durchgeführt wird. Dazu gibt es eine Fülle von Literatur, u.a. Gerd Schäfer: "Bildung beginnt mit der Geburt" und "Bildungsräume von Null bis Drei" von mir als Autorin.Wenn Kinder nach dem 1. Geburtstag in eine Krippe kommen, geht es ihnen in aller Regel gut, weil sie nach einem Modell "eingewöhnt" werden u. die Zusammenarbeit mit den Eltern eng ist.Der Lobbyverband "Familienarbeit" sollte zur Kenntnis nehmen, dass die Krippe seit 30 Jahren ein Erfolgsmodell ist
    Wüstenoase
    Deshalb ist Deutschland auch so gut gebildet bei Lesen, rechnen und schreiben? ?? Dieser wachsende Mangel hat seine Ursache auch in der mangelnden Bindungssicherh eit der neuen Krippengenerati on, welche verglichen mit der DDR leider oft noch schlechtere Betreuung erleben muss! Das liegt natürlich nicht an den vielen wirklich guten Erzieheinnen, sondern an dem Konstrukt einer Massenfremdbetr euung, die so niemals dem Kindeswohl dienen kann.
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    Unsere 3 Kinder gingen in die Krippe und den Kindergarten und das mit Freuden.
    Da gab es keine negativen indoktrinierten Spätfolgen durch die DDR-Ideologie. Dazu waren sie viel zu klein. Und das Vertrauen in die Erzieherinnen war für die Kinder und für uns als Eltern eine Bereicherung. Jetzt erleben wir bei unseren Enkeln (2 und 4) eine ganz ähnliche Entwicklung.
    Natürlich sollen Eltern das Recht haben, ihre Kinder allein und ganz allein erziehen zu dürfen.
    Und andere dürfen das Recht haben, froh darüber zu sein, endlich wieder arbeiten gehen zu dürfen.
    Hier gibt es für mich keinen psychologischen Handlungsbedarf , und Mütter zu bezahlen, weil sie den angebotenen Krippenplatz nicht nutzen, ist auch nicht richtig.
    Die Kinder sollten allerdings laufen können. Damit Mutter oder Vater erkennen, ob das Kind mit Freude in den Spieleraum läuft.

    Anko
    Meine Erfahrungen können diese steifen Theorien von Dr. Resch nicht bestätigen . Ich bin selber als Kind in der Krippe gewesen, genau wie meine Geschwister. Wir sind alle bestens gebildet und glücklich in Beruf und Familie. Auch meine Kinder lernen gut und die durften lange zu Hause bleiben. Ich habe dafür auf berufliche Karriere und damit auch auf eine ausreichende Rente verzichtet. Das muss jeder selber entscheiden. Was mich aber ärgert sind diese Theorien von richtig und falsch und das es zuallerst ums Kind geht. So ein Unsinn. Nach der Logik von Prof. Reschs These einer Bildungs-Hemmnis durch zu frühkindliche Fremdbetreuung /die Krippe müssten die Menschen aus der DDR allesamt ungebildet und verstört sein. Ich kenne nur kluge Ossis mit viel Empathie. In einem 1 Punkt stimme ich aber zu. Die Arbeit der Eltern wird leider nicht genügend honoriert. Übrigens kann man viel besser über das Fernsehen indoktriniert werden😁.

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