Skip to main content
  • Die Nachrichten von gestern Abend
  • Die Nachrichten von gestern Mittag
  • Die Nachrichten von gestern Morgen
    Donnerstag, 25. Januar 2024, 5:05 Uhr
    Donnerstag, 25. Januar 2024, 5:05 Uhr
    (Wdh.06:05, 07:05, 09:05, 12:05, 13:05, 18:05)

    Kontrafunk aktuell vom 25. Januar 2024

    Benjamin Gollme im Gespräch mit Beat Rieder, Kerstin Bontschev und Hans Hofmann-Reinecke – Kontrafunk-Kommentar: Uwe Jochum
    • Windräder in Afrika sollen für Strom in Deutschland sorgen. Lohnt sich das? Mit dem Physiker Dr. Hans Hofmann-Reinicke sprechen wir über die Wasserstoff-Pläne in Namibia. Ständerat Beat Rieder fürchtet um die Rechtsstaatlichkeit der Schweiz. Konkret kritisiert er einen Aspekt des achten Sanktionspakets gegen Russland. Russischen Unternehmern und Privatpersonen wird nach seiner Ansicht das rechtliche Gehör erschwert. Und mit der Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht Kerstin Bontschev geht es um „De-Banking“. Banken kündigen ihren Kunden das Konto. Gründe geben sie dafür nicht an. Betroffen sind unter anderem Regierungskritiker und Unternehmer mit Bargeldverkehr. Doch Bontschev warnt: Es kann jeden treffen.

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Hans Hofmann-Reinecke

      Grüner Wasserstoff aus Namibia?

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Kerstin Bontschev

      Die rechtlichen Aspekte des De-Banking

    • Kontrafunk aktuell im Gespräch mit Beat Rieder

      Motion Rechtsstaatlichkeit der Schweiz wieder herstellen

    • Kontrafunk-Kommentar von Uwe Jochum

      Illusionspolitik

      Seitdem mit der „Ampelkoalition“ ein Parteienbündnis die Regierungsgeschäfte übernommen hat, das sichtlich damit beschäftigt ist, eine harte ideologische Agenda durchzusetzen, kann jedermann erkennen, dass diese Agenda durch den Einspruch der Realität gar nicht zu stoppen ist. Denn längst ist das der Fall, was der Philosoph Arnold Gehlen schon in den 1950er Jahren feststellen musste: Sobald in komplexen Gesellschaften die Erfolgskontrolle nicht mehr davon abhängig gemacht wird, ob der gewünschte Erfolg auch real eintritt, sondern nur noch davon, ob die Statistiken, die man sich von willfährigen Mitläufern und Opportunisten erstellen lässt, den vermeintlichen Erfolg in Form von Türmchengrafiken darstellen – sobald das der Fall ist, ist das (politische) Handeln vollkommen von der Wirklichkeit abgekoppelt. Es läuft dann als Programm sturheil einfach weiter.

      Die Frage ist freilich, wie lange es das tut. Die Antwort lautet: Das geht so lange, bis die Wirklichkeit nicht mehr durch Statistiken und Graphiken überdeckt werden kann. Das aber wird erst der Fall sein, wenn die Not am größten und der Wirklichkeitseinbruch in die eingebildete und selbstgemalte Realität am destruktivsten sein wird. Also kurz vor dem Ende. An diesem Ende werden zwei Dinge zugleich geschehen:

      Zum einen wird die Wirklichkeit die ideologiebedingten Illusionen einfach wegspülen, und dieser Vorgang wird sich als Zerstörung Bahn brechen. Denn was bislang übertüncht werden konnte – all die zerfallenden Schulgebäude, die im öffentlichen Raum zunehmende Gewalt, die Dauermisere der Bahn, die rasant steigenden Preise und und und – all das wird in seinem nackten Sosein ans Tageslicht treten. Und da nicht nur die politische Klasse, sondern auch das wählende Publikum in großen Teilen dieses nackte Sosein der Realität seit Jahren nicht sehen wollte, sondern sich die Realität seit Jahrzehnten durch Steuerumverteilungen schöngesoffen hat, wird man vollkommen hilflos reagieren. So hilflos wie der Trinker reagiert, wenn man ihm keinen Alkohol mehr gibt. Und es wird dann kein Programm aus der Tasche gezaubert werden können, mit dem ein synthetischer Alkohol herbeigezaubert werden könnte. Vielmehr wird die Bundesrepublik mit einem langen und schmerzhaften Kater aufwachen und desorientiert durch die Wirklichkeit stolpern.

      Zum andern aber wird die politische Klasse, die für die Umverteilungsdrogen und folglich auch für den Kater die Verantwortung trägt, sich über Nacht als das erweisen, was sie ist: eine Klasse von Opportunisten, die von der Bundesrepublik lebt, aber nicht für die Bundesrepublik; die Profis sind im Füllen ihrer Mantel- und Jackentaschen, aber blutige Laien in Sachen Gemeinwohl; die wussten, wie man Phrasen drischt und ein „Image“ erzeugt, aber keine Ahnung haben von der Wirklichkeit und dem, was sie mit ihrem gesetzgeberischen Tun anrichten. Mit solchem Personal wird die Misere nicht zu beheben sein, und es wird so sein, wie es in solchen Fällen in der Geschichte immer war: Es werden über Nacht und fast aus dem Nichts Gestalten auftreten, die die bisherigen Politdarsteller von der Bühne stoßen und den Wählern eine Lösung anbieten, von der man nur hoffen kann, dass sie auch wirklich eine Lösung ist und nicht eine weitere und verschärfte Stufe der Illusionspolitik.

      Man würde eine solche Verschärfung der Illusionspolitik daran erkennen können, dass diese Volkstribunen dazu übergehen, Sündenböcke zu benennen, nach deren Beseitigung alles wieder gut wäre und beim Alten bleiben könnte. Davon zu unterscheiden wären eben jene Volkstribunen, die, wie es Churchill eins tat, dem Volk keine neuen Drogen verabreichen, sondern ihm die Wahrheit einschenken und öffentlich bekennen, dass der Weg, der vor uns liegt, ein Weg aus „Blut, Schweiß und Tränen“ sein wird. Denn unser Staat braucht keine neuen Tapeten, er braucht eine Grundrenovierung. Und Grundrenovierung bedeutet: Wir brauchen ein neues politisches Personal, das weiß, was Verwantwortung bedeutet; wir brauchen eine Überprüfung der politischen Strukturen, und das heißt beispielsweise: eine Begrenzung der Amtszeit von Bundeskanzlern; und wir brauchen eine neue staatsbürgerliche Kultur, die das Eigene wieder wertzuschätzen weiß, weil sie weiß, dass wir zu wesentlichen Teilen von der Leistung unserer Väter und Großväter zehren und uns anstrengen müssen, unseren Kindern so viel von unserem Eigenen weiterzugeben, dass die Kinder ihrerseits ein eigenverantwortliches Leben führen können, ohne das Ererbte zu verschleudern.

    Kommentare
    onckel fritz
    Unfassbar, jeder Räuber, Messerstecher und Mörder hat das Recht auf einen Pflichtverteidi ger. Andererseits verbietet man Anwälten unter massiver Strafandrohung, wirtschaftlich sanktionierte Personen, die evtl. als einziges „Vergehen“ die russische Staatsbürgerschaft haben, zu den gegen sie verhängten Maßnahmen rechtlich zu beraten, um diese gerichtlich prüfen zu lassen? Roger Köppel preist die Schweiz gern als Muster der Demokratie, aber was passiert unter dieser Regierung? Was passierte in Coronazeiten? Wird hier der Willkür Tür und Tor geöffnet? Nebenbei, Herr Anwalt, wären m.E. männliche und weibliche Anwälte aus der Schweiz doch Schweizer Anwältinnen und Anwälte und nicht Schweizerinnen und Schweizer Anwälte, aber warum müssen Sie unbedingt diese Gendergagasprac he benutzen? Meinen Sie, dass Ihre geschätzten Kolleginnen sich durch den Plural „die Anwälte“ ausgegrenzt fühlen?
    MEDIAGNOSE Politikblog
    Banken: Neulich bei Lanz wurde Frau Wagenknecht peinlich zur Bankverbindung befragt. Es handelte sich um die Volksbank Pirna. Diese Bank nimmt wohl praktisch jeden Kunden ohne Ansehen der politischen Couleur. Diesen Eindruck bekam ich aus dem Gespräch bei Lanz.

    Uwe Jochum vermittelte in hervorragender Weise das, was Deutschland bevorsteht. Hans Hofmann-Reinecke stellte ein Mosaiksteinchen vor, das zu diesem Niedergang Deutschlands mit beitragen wird. Wobei die Energiebilanz sehr wohlwollend geschätzt war. Ich gehe davon aus, dass etwa 10 (statt 25) Prozent = 0,35 GW der ursprünglich in Namibia geernteten Energie in Form von Strom in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Wenn denn das Projekt jemals in Betrieb genommen wird. Meine Prognose: Das wird nichts! Nur eines ist sicher. Etliche ins Projekt involvierte Personen in Deutschland und Afrika werden steinreich.

    Rüdiger Stobbe www.mediagnose.de www.fakten-energiewende.de

    eisenherz
    Immer höhere Kosten durch Energiemangel, die Flüchtlingslüge, steigende Wohnungsmieten, Inflation überall, insbesondere bei den Nahrungsmitteln , verfallende Straßen und Brücken, baufällige Schulen und schlechte Bildung, Gesetzesbrüche der Regierung, ausufernde Kriminalität und Gewalt, steigende Abgaben und neue Steuern und vieles mehr, das aber scheint tausende, zehntausende, hunderttausende Bürger von Deutschland nicht zu treffen. Sonst würde die amtierende Regierung es nicht schaffen, in so großer Zahl die Menschen, in so vielen Städten auf die Straße zu bringen, um gegen die Opposition AfD zu protestieren.
    Sind die meisten von denen beim Staat beschäftigt? Beziehen die vom Staat Sozialleitungen ? Und fürchten die um die Streichung, um Kürzungen und Entlassungen, wenn eine andere Regierung in Deutschland das Sagen hat?



    Melde Dich zum Kommentieren im Login-Bereich an, um kommentieren zu können.